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Die Lifenav-Redaktion präsentiert in dieser Kategorie thematische Blogs zu interessanten und aktuellen Themen.
 
No-Drama-Obama aktuelle Wertung:
lucius mcprofit
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Eintrag vom 05.02.2010 / 18.50

Ist doch klar - Aufwärts geht es in Deutschland nur,
wenn auch Amerika die Krise überwindet!!!

Wie sieht es denn nun im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aus?

OBAMA SUPERMAN legt gigantische Konjunkturprogramme in den USA auf .
Gut oder nicht gut ?

Ohne Frage - Obama ist sicherlich ein symphatischer, gut meinender, netter, charismatischer und auch anpackender Kerl.

Aber wie sieht ein Experte seine Krisenpolitik?

Der Nobelpreis für Wirtschaft wurde Josef Stiglitz 2001 verliehen, weil er zeigte, wie Märkte kollabieren können. Als die Finanzkrise ausbrach wurde der US Starökonom voll umfänglich bestätigt.

In seinem neuen Buch „ Freefall“, zu Deutsch „ Freier Fall“ rechnet er in bekannter Manier mit den mathematischen Finanzmodellen ab.

Ebenso scharfsinnig zeichnet er das Entstehen der Finanzkrise nach. Sein Hauptaugenmerk legt Stieglitzaber aber auf die KRISENPOLITIK der US – Regierung.

Für die fällt das Urteil vernichtend aus:

Die Politik sei „eine Abfolge von Desastern“ gewesen. Die Strategie von „ No-Drama-Obama sei es, sich „mit Ach und Krach durchzubringen“

Der Präsident habe keine Visionen entwickelt und ein Konjunkturprogramm aufgelegt, das falsche Anreize setze. Er habe die alten Köpfe aus der Bush –Regierung auf ihren Posten gelassen und sei dem Kurs seines Vorgängers gefolgt, den Schwerpunkt auf Bankenrettungen zu legen.

Obama wechsle nur „ die Sitze auf der „Titanic“ aus“, anstatt die strukturellen Probleme des Bankensektors anzugehen. Damit nicht noch mehr Amerikaner ihr Haus verlieren, fordert Stieglitz die Regierung auf, das günstige Zinsumfeld zu nutzen und billige Kredite an Familien zu vergeben.

Die meisten Politiker und Wirtschaftsexperten ( insbesondere die Berufsoptimisten, der vom Staat finanzierten Wirtschaftsinstitute ) sehen ja für 2010 bereits die Erholung.

Die kritische Betrachtung kommt zu einem anderen Schluss.

Herzlichst
Euer McProfit
P.N.O
 
 
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Eintrag vom 22.12.2009 / 18.14

RIEN ( Nichts)!!

RUHE VOR DEM STURM ?

Die gegenwärtige Wirtschaftslage und die Finanzmärkte geben sich irgendwie auffällig ruhig und – für mich nicht nachvollziehbar – scheint es nun plötzlich überall wieder sehr positiv zu laufen.

Ich finde das besorgniserregend, denn es passt natürlich einfach nicht zu der fundamentalen wirtschaftlichen Situation. Wie schon hier mehrfach erwähnt, ist keines der Probleme wirklich gelöst. Von den faulen Krediten, der Auftragslage in der Wirtschaft, bis hin zu den Rekordverschuldungen u.sw. u.s.w.

Es scheint mir, es kann passieren was will, der „ Markt“, (die Börsen) sucht sich derzeit immer etwas Positives, dabei genügt offensichtlich der Schein, nach Substanz wird da nicht gefragt.

Da wird, nur als ein kleines Beispiel, das zur Verfügung stellen von 10 Milliarden Dollar, für das derzeit nicht zahlungsfähige Emirat Dubai, durch Abu Dhabi gefeiert!! und als Anlass zu euphorischen Aktienkäufen genutzt.

Was ist das denn ? 10 Milliarden Dollar, also ca. 6,85 Milliarden Euro, werden als Hilfe gewährt und das angesichts von Zahlungen in Höhe von mehreren zig Milliarden Euro, die allein schon kurzfristig in Dubai fällig wären. Ganz abgesehen davon, was da noch am langen Ende alles lauert.( eigentlich escomtiert die Börse doch?! )

Und dann sind von diesem Betrag zunächst schon mal 4,2 Milliarden zum Ausgleich einer „Islamischen Anleihe“ verwandt worden. Also die Jungs mit den weißen Kitteln helfen sich erst einmal selbst untereinander.

Die Europäischen Gläubiger Banken, speziell die (stark involvierten ) Britischen Banken dürften von dieser „ Hilfe“ also nicht allzu viel sehen.

Ich kann also beim besten Willen auch an einer solchen Meldung nichts Positives finden.

Kann es sein, dass sich die Marktteilnehmer hier selbst betrügen? Oder werden die Märkte vielleicht irgendwie manipuliert?

Zum Thema „Ruhe vor dem Sturm“ hier deshalb eine, etwas überspitzte aber zum Nachdenken anregende, Metapher.

Mir kommt die augenblickliche Situation an den Börsen und in der Welt allgemein so vor, wie die Situation in Frankreich 1789 bei Ludwig dem XVI.

RIEN

Das Tagebuch von Ludwig XVI. liegt im französischen Nationalarchiv.344 mit der Hand des Königs beschriebenen Seiten. Im Juli 1789 steht

„ 13. rien ( nichts)
14. rien ( nichts)“

Es war der Ausbruch der französischen Revolution.

Herzlichst
Euer McProfit

mit den besten Feiertagswünschen für alle Lifenav Besucher

Und auch in 2010 gilt natürlich: Pecunia non olent

EPILOG:
Um die Staatsfinanzen zu sanieren sah sich Kaiser Vespasian (69-79 n.Chr.) gezwungen, nicht nur alte Steuern zu erhöhen, sondern auch neue einzuführen. Der große Wurf gelang ihm mit der Erfindung der Urinsteuer. Urin war ein wichtiger Rohstoff. Er wurde dringend benötigt, um in Ermangelung von Fettseife Stoffe zu reinigen und vor allem um Leder zu gerben. Zur Deckung des großen Bedarfs waren an belebten Straßen amphorenartige Urinale zum Sammeln des Urins aufgestellt.

Die neue Steuer sorgte nicht nur für Geld in der Staatskasse, sondern brachte Vespasian auch den Spott seiner Zeitgenossen ein. Auch sein Sohn Titus rümpfte die Nase über die neue Einnahmequelle. Doch dieser hielt ihm ein Geldstück unter die Nase und fragte, ob es denn stinke. Als Titus verneinte, klärte ihn sein Vater auf: „Atquin e lotio est! (Und dennoch stammt es aus Urin!). [Sueton VC Vesp. 23,3].

Die Frage Vespasians, ob es denn stinke, ist in leicht gewandelter Form zur Feststellung geworden „Pecunia non olet!“ (Geld stinkt nicht!) - und zu einem geflügelten Wort. Übrigens heißt in Frankreich eine öffentliche Bedürfnisanstalt deswegen noch heute „vespasienne“ und in Italien "vespasiano".
 
Auch die Situation Vespasians kommt uns doch bekannt vor, oder ?
 
 
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Eintrag vom 11.12.2009 / 09.18

Liebe McProfit Leserin und Leser,
hier gebe ich mal einfach einen Text von den VNR Expertentipps zum Lesen, den ich für sehr aktuell und interessant halte. Das passt in das derzeitige „ Gesamtbild“ und vielleicht wird der Eine oder Andere den Tipps folgen.

Ergänzen möchte ich noch, dass man angesichts der derzeitigen unsicheren und desolaten Weltwirtschafts- und Finanzlage sicherlich auch gut beraten ist, unbedingt möglichst viel Liquidität vorzuhalten und…vielleicht sogar mal an eine „ schöne Vorratshaltung“ von Lebensmitteln und „ wichtigen“ Getränken !! denken sollte.

Herzlichst
Euer McProfit

schon immer gab es für Staatsanleihen gute und schlechte Adressen. Um das jeweilige Länder-Risiko besser einschätzen zu können, gibt es Ratings. Allerdings hat sich offenbar in der ausgelassenen Party-Stimmung der letzten Jahre kaum jemand die Frage gestellt: "Stimmen die Bewertungsmodelle für die Ratings überhaupt noch?" Zudem haben augenscheinlich Regierungen ganz bewusst die Finanzwelt über die tatsächliche marode Lage ihrer Staatskassen getäuscht; andere täuschen andere und sich selbst immer noch.

Vor diesem Hintergrund warnt dieser Tage das Magazin "Der neue Deutsche Geldanlagebrief": "Staatsanleihen werden weltweit unter Druck geraten."

Die schlechten Nachrichten häufen sich:
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel hat dieser Tage die Finanzwelt die Nachricht von der Zahlungsunfähigkeit des scheinbar unermesslich reichen Öl-Emirates Dubai getroffen. Jetzt wir immer deutlicher: Der kleine Wüstenstaat Dubai hat seine jetzt bekannt gewordenen Finanzprobleme bewusst lange verschleiert.

Auch für japanische Staatsanleihen gibt es ernsthafte Warnungen. Japan ist hoch verschuldet und die dortigen Banken gelten als krank. Gleichwohl hat Tokio Jahr für Jahr den Schuldenberg immer höher werden lassen. Die Konsumnachfrage ist in Japan mittlerweile eingebrochen. Statt Inflation herrscht Deflation. Weitere Warnungen gibt es u.a. für Lettland und Island.

Alarmierende Parallelen zu Japan zeichnen sich in den USA ab. Anstatt die Staatsausgaben zu senken, werden in den USA alte Schulden mit immer neuen Schulden bekämpft. Die Staatsverschuldung ist extrem hoch. Rechnet man die Privat- und Unternehmensschulden mit ein, beträgt sie bereits rund 360 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Mit anderen Worten: Es sind 3,60 US-Dollar Schulden erforderlich, um 1 Dollar Wirtschaftsleistung zu erzielen. Zündet das aktuell billige Geld nicht, droht in den USA eine Deflationsfalle mit enorm negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Die gefährliche Schuldenpolitik wichtiger Länder erklärt die rasant steigenden Goldpreise und die anziehenden Silberpreise, stellen Beobachter fest. Sachwerte - auch Aktien - bieten einen gewissen Vermögensschutz vor drohender Geldwertinflation.

Aus den Signalen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) meinen Experten indessen herauslesen zu können, dass es noch lange Zeit dauern könnte, bis es bei uns zur großen Zinswende als Folge von Inflation kommt. Das Magazin "Der Deutsche Wirtschaftsbrief" rät Geldanlegern daher zu einer Art Doppelstrategie:

1.Legen Sie einen Teil der flüssigen Mittel bei Top-Anbietern zu Zinsen über 3 Prozent mehrjährig in Festgeld an; der andere Teil bleibt flexibel auf Tagesgeldkonten oder als Termingeld geparkt. 

2.Selbst wenn die Zinsen früher steigen sollten und wenn demnächst sogar die Inflation über die 3-Prozent-Grenze hinaus gehen sollte, würden die Festzinsen zumindest den Kapitalerhalt sichern. Mit dem anderen Teil der Anlagegelder könnten Sie dann flexibel attraktive Angebote wahrnehmen.
Weitere Empfehlungen, wie Sie Ihr Geld in der Krise am besten anlegen, finden Sie in den von Dr. Erhard Liemen herausgegebenen Magazinen "Der Deutsche Wirtschaftsbrief" und "Der neue Deutsche Geldanlagebrief".

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

Ihre

Sabine Olthof
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
 
 
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Eintrag vom 25.11.2009 / 07.41

OFFENE Immobilienfonds - und dennoch GESCHLOSSEN!!
Platzt jetzt die nächste Blase?

Erst die Blase mit den Privat Immobilien – jetzt die Blase mit den Gewerbeimmobilien??!!

Das kann ja heiter werden.

Binnen nur einer Woche mussten mit dem AXA Immoselect und dem Degi International erneut 2 Immobilienanlagevehikel aus Liquiditätsnöten gesperrt werden.

Das könnte wohl eine Kettenreaktion ergeben.

Mehr als eine halbe Million!Sparer, kommen schon derzeit nicht an ihr investiertes Kapital im Gesamtwert von 9,5 Milliarden Euro heran, das in nunmehr wieder sechs von einer Schließung betroffenen Publikumsfonds steckt.

Sie lassen sich zwar ( noch ) über die Börse verkaufen, dann aber nur mit großen Preisabschlägen.

Und nur Sparer, deren Fonds langfristige Verträge mit bonitätsstarken ( aber merke: da gehörte z.B. Karstadt, Schaeffler etc. vor kurzem auch noch dazu) Mietern haben, können diesen Sturm über einen längeren Zeitraum „ abwettern“.

Meiner Meinung nach sollte man nicht auf die gegenwärtige Beschwichtigungspolitik von „ Bankberatern“ und „Experten“ der Verbraucherzentralen vertrauen.

In der globalen Wirtschaftskrise ( ja auch ich glaube, sie ist noch lange nicht zu Ende ) werden weltweit Mitarbeiter entlassen und es werden weniger Büro- Einzelhandels- und Logistikflächen angemietet.

Weil die Mieteinnahmen wegbrechen, können viele Investoren ihre Kredite nicht mehr bedienen.

In den USA haben Banken nach einer Studie von Real Capital Analytics bereits massiv Zwangsversteigerungen von Gewerbeimmobilien eingeleitet, um Forderungen von 86,7 Milliarden US Dollar einzutreiben. Das entspricht ( schon jetzt ) 4,3 Prozent des weltweit ausgereichten Volumens an Gewerbeimmobiliendarlehn von rund 20000 Milliarden Dollar ( ca. 1333 Milliarden Euro )

Offene Fonds können nach dem Investmentgesetz maximal für 2 Jahre eingefroren werden ( 4 der 26 Immobilienfonds sind bereits seit Oktober 2008 durchgängig gesperrt – 2 nun wieder noch dazu gekommen. )

Damit ergibt sich das Problem, dass die Fonds und Banken früher oder später viele ihrer Immobilienobjekte auf den Markt werfen müssen, um die dringend benötigte Liquidität zu beschaffen und somit brechen zwangsläufig die Preise ein.

Immobilien sind eben dann kein gutes Investment im Sinne einer Risikostreuung und KEIN guter „ Inflationsschutz,“ wenn es für die Objekte keine Mieter mehr gibt oder die vorhandenen Mieter die Mieten aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht mehr bezahlen können.

Dann wird aus BetonGOLD sehr schnell schlicht BETON, mit einer Kette dran, die dem Investoren um den Hals hängt.

Der Goldpreis erreicht immer neue Rekorde ( wie hier - ohne unbescheiden zu sein - Ende 2007 für den Jahresausblick 2008 von mir prognostiziert ), die Verschuldung steigt weltweit und keines der globalen Probleme in dieser Wirtschaftskrise ist wirklich gelöst.

Also liebe McProfit- Leser achtet auf die Signale !
Euer McProfit
P. n. o.

 
 
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Eintrag vom 22.10.2009 / 08.34

Der Crash war erst der Anfang.Vor 80 Jahren stürzten an der Wall Street die Kurse. Dem Börsencrash folgte die größte Tragödie der Wirtschaftsgeschichte.

Ist unsere heutige Krise schon vorüber?

Nun mal zum Nachdenken, liebe McProfit Leser:

Ist heute wirklich alles anders?

George Soros, Hedgefonds-Pionier und „Bezwinger“ der Bank of England ,wird in der WAMS v. 18.10.2009 zitiert:

„Das Volumen der ausstehenden Kredite belief sich 1929 auf 160 Prozent der US – Wirtschaftsleistung und kletterte innerhalb der folgenden Jahre auf 260 Prozent.

Vor dem Crash von 2008 lag die Quote bereits bei 365 %!!! Jetzt ist sie im Begriff, auf mindestens 500 Prozent anzusteigen!!!!

Soros weiter lakonisch: „Immerhin können wir heute auf die Erfahrungen der Dreißigerjahre und die Erkenntnisse von Keynes zurückgreifen.“

Ob das reicht???

Immerhin haben sich seit Keynes auch viele Parameter in der Welt geändert: Total vernetzte und globalisierte Welt und damit verbundene Abhängigkeiten, Geschwindigkeit von Entwicklungen, undurchschaubare Finanzprodukte, Komplexität und und und ….

Also, ich glaube es lohnt sich, noch mal darüber nachzudenken..

Herzlichst

Euer McProfit

P n o
 
 
anton (17.07.2009 / 10:25):
und weiter so
anton (17.07.2009 / 10:25):
war ein guter tip, danke
anton1783 (06.05.2009 / 11:35):
netter Blog 5 punkte
lucius mcprofit (25.02.2009 / 10:00):
gute tips
shodan (28.10.2008 / 14:56):
Optimismus und Realismus sollten sich ergänzen, nicht ausschließen. DAS IST WAHR Weiter so ...
 
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