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Eintrag vom 13.07.2010 / 17.33
Eine schlechte und eine gute Nachricht:
Harvard-Ökonom: Immobilienblase in China wird platzen -
der frühere IWF-Chefökonom Rogoff sieht allerdings kein "erhöhtes" Risiko, dass die Weltwirtschaft in die Rezession zurückrutscht
06.07.2010, 19:19 Uhr | Financial Times Deutschland
In China beginnt aus Sicht von Harvard-Professor Kenneth Rogoff der Zusammenbruch des Immobilienmarktes. "Wir fangen an, diesen Kollaps bei Immobilien zu sehen, und er wird das Bankensystem treffen", sagte Rogoff Bloomberg TV. Die chinesische Volkswirtschaft wachse sehr schnell, daher werde es zwangsläufig "Einbrüche" geben. "Sie haben viele Instrumente zur Verfügung und eine sehr kompetente Führung, aber es ist nicht einfach."
Der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) schätzt die Lage in der Volksrepublik damit ähnlich ein wie viele Investoren. Die Bemühungen der Staatsführung in Peking, das enorme Wachstum zu drosseln, haben viele Anleger aufgeschreckt. Der Leitindex Shanghai Composite verlor allein in der vergangenen Woche rund 6,7 Prozent. Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft wird besonders beobachtet, da das Land die Erholung der Weltkonjunktur anführt. Rogoff hatte 2008 den Kollaps großer US-Banken vorhergesagt. Er hat zudem die Geschichte von Finanzkrisen untersucht.
Im ersten Quartal wuchs Chinas Bruttoinlandsprodukt um 11,9 Prozent zum Vorjahr. Peking tritt nun auf die Bremse, unter anderem über eine Einschränkung der Kreditvergabe seitens der Banken. Auch den heißgelaufenen Immobilienmarkt bremst die Regierung: Die Untergrenzen für Hypothekenzinsen wurden angehoben, ebenso wie die vorgeschriebene Höhe von Anzahlungen. Zudem wird über den Test einer Immobiliensteuer spekuliert.
Die Schritte zeigen erste Wirkung: Der Wert verkaufter Immobilien ging im Mai zum Vormonat und rund ein Viertel zurück. Die Preise steigen weiter, wenn auch etwas langsamer als zuvor. Im Mai kletterten sie um 12,4 Prozent zum Vorjahr, nachdem sie im April noch um 12,8 Prozent zugelegt hatten. Für die kommenden Monate rechnen viele Experten mit einem abrupten Rückgang. Ökonomen von Barclays Capital erwarten den kommenden Quartalen einen Einbruch um 20 bis 30 Prozent.
China-Experte prophezeit bereits: "Die Ära der billigen Arbeit in China ist vorbei."
Faule Immobilienkredite
Ein Zusammenbruch des Sektors dürfte die Banken des Landes hart treffen. Der für sie zuständige Regulierer, die China Banking Regulatory Commission, warnte jüngst vor wachsenden Risiken durch faule Immobilienkredite. Dabei brauchen die Institute ohnehin Milliarden an frischem Kapital, nachdem sie im vergangenen Jahr die Rekordsumme von fast 9600 Mrd. Yuan (1415 Mrd. Dollar) an neuen Darlehen ausgereicht hatten. Die fünf großen staatlich kontrollierten Banken haben angekündigt, rund 54 Milliarden Dollar an frischem Geld aufnehmen zu wollen.
Viele Volkswirte haben ihre Prognosen für das chinesische Wachstum nach unten korrigiert. Ökonomen von Goldman Sachs etwa erwarten für das Gesamtjahr ein Plus von "nur" noch 10,1 Prozent. Zuvor waren sie von 11,4 Prozent ausgegangen. Das könnte das Wachstum der Weltkonjunktur verlangsamen. Der frühere IWF-Chefökonom Rogoff sieht allerdings kein "erhöhtes" Risiko, dass die Weltwirtschaft in die Rezession zurückrutscht.
Kein V nach Finanzkrisen
"Die schlechte Nachricht ist, dass die Erholung sehr langsam ist", sagte er. "Die Tatsache, dass wir nicht superschnell wachsen, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass wir kurz davor sind, in eine schlechtere Phase einzutreten." Nach Finanzkrisen gebe es üblicherweise keine "typischen Erholungen" in Form eines V.
Herzlichst
Euer
McProfit
P.n.o.
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Eintrag vom 24.06.2010 / 11.02
Es ist unfassbar. Aber es ist wahr:
Die gleichen Leute, die mit ihren faulen Krediten den großen Crash 2008 ausgelöst haben, sind wieder am Werk. In den Hinterzimmern der großen
Banken werden sie wieder geschmiedet: Die „sauberen Geldanlagen“ mit dem AAA-Rating, dem Gütesiegel für sichere Anlagen.
Unter dem gruseligen Namen „Resecuritization of Real Estate Mortgage Investement Conduit“ – kurz: Re-Remics – werden alte, hochgiftige Wertpapiere zusammengefasst und als lukrative und sichere Anlage auf den Markt geworfen. Das funktioniert einfach ausgedrückt so:
Die alten, faulen Kredite werden aufgespalten, mit anderen vermischt und als neue Anleihen wieder auf den Markt gebracht. Käufer dafür gibt es genügend: risikobereite Fonds zum Beispiel...
Bereits jetzt kreisen wieder toxische Anleihen im Volumen von mindestens 30 Milliarden Dollar wie Landminen durch das Finanzsystem, möglicherweise im Volumen von 90 Milliarden Dollar...
Stolpert nur eine davon, beginnen die Dominosteine wieder zu fallen...
Bereits jetzt handeln schon wieder 1.100 Banken mit hochgefährlichen Swaps, Futures, Optionen, Re-Remics... Wenn nur eine Bank über dieses neue teuflische Spiel stolpert, sind die Folgen unabsehbar...
Denn dann passiert, was bereits Ende 2008 schon beinahe nach der Lehman-Pleite passiert wäre:
Geht ein großer Spieler auf dem Finanzsektor pleite – kommt der ganze Geldkreislauf zum Stillstand...
Dies ist ein auszugsweiser Text vom „Crash Investor“ Günter Hannich ( aus dem news letter des VNR Verlages ). Hannich ist Bestseller Autor und Finanzexperte bei dem Sender N.TV
Ein verrücktes Spiel liebe LIFEFNAV Besucher
Ich möchte hier kein Horror - Szenario aufbauen. Ich möchte aber auch nicht, dass wir uns von den („ach so tollen“ und zum Teil wohl auch politisch gesteuerten ) Wirtschaftszahlen, über die derzeit so regelmäßig und euphorisch berichtet wird, blenden lassen.
Die alten “Faule Kredit Probleme“ sind eben noch in keiner Weise gelöst und neue Probleme - in erheblichen Umfang- werden gerade geschaffen.
Von den allgegenwärtigen und zunächst nur verdrängten Überschuldungs -und Finanzproblemen - speziell auch in Europa- mal ganz abgesehen.
Deshalb: Schön achtsam bleiben und nicht einlullen lassen, liebe Mc Profit Leser und mit diesem Hintergrund bitte immer „die richtigen Entscheidungen“ treffen.
Lucius McProfit
P.n.o.
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Eintrag vom 06.05.2010 / 10.40
und damit meine ich nicht nur die Verschuldungen fast aller wichtigen Staaten.
Finanzprodukte, die nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben und die keiner braucht, für die Absicherung von Risiken, die man gar nicht erst hätte eingehen dürfen.
Und ungebremster Bau und FINANZIERUNG von Hotels Büro –und Gewerbegebäuden in einer Zeit mobiler Arbeitsplätze, Home offices und in einem wirtschaftlich schwierigem Umfeld. Alles natürlich mal wieder schön in Finanzprodukten ( CDS u.s.w. ) verbrieft und in die Finanzinstitute -und Kanäle geschoben.
Wer sich für die Einzelheiten dieser nächsten „ Blase“, die voraussichtlich ebenfalls bald platzen wird, interessiert, dem empfehle ich diesen Artikel von Spiegel online zu lesen.
Krebsgeschwüre die wuchern und wuchern – wie lange kann das noch gut gehen?
Andererseits: Alles im Leben hat aber nun mal 2 Seiten – deswegen beginne ich langsam damit, mich zu fragen , wie man die Chancen, die sich auch aus dieser Entwicklung ergeben könnten, optimal nutzen kann und was zu tun ist..
Ich empfehle Euch, liebe McProfit Leser, damit auch anzufangen.
Herzlichst Euer McPROFIT Pno
Ökonomen bangen um deutsche Banken
vom 20.04.2010 | Von Anne Seith - Spiegel Online
In den USA droht die nächste große Kreditkrise, diesmal bei Gewerbeimmobilien. Deutsche Ökonomen bekommen es mit der Angst zu tun: Denn auch hiesige Banken und Anleger sind in den gefährlichen Markt verstrickt.
Die Lust am Zocken ist den Bürgern in den USA gründlich vergangen. Das bekam jüngst auch die Deutsche Bank zu spüren. Die Geschäfte in der Spielerstadt Las Vegas laufen seit der Finanzkrise unterirdisch schlecht. Und Deutschlands größtes Geldhaus gilt als einer der drei großen Player bei der Finanzierung von Bauprojekten vor Ort. Auf das Cosmopolitan Casino, das den Frankfurtern seit der Pleite des Bauherrn gehört, musste die Bank vergangenes Jahr 500 Millionen Euro abschreiben. Das ebenfalls im Konzernbesitz befindliche Fünf-Sterne-Hotel Ritz-Carlton Lake Las Vegas wird im Mai geschlossen.
Auch sonst hatte Deutschlands größtes Geldhaus in den USA zu kämpfen. Schon im Dezember 2009 musste die Bank den Fonds "Rreef America Reit III" mit frischen Krediten retten, der vor allem in Gewerbeimmobilien investiert hatte, kurz vor der Pleite stand, und an dem die Deutsche Bank mit zehn Prozent beteiligt ist.
Sind das die Vorboten einer neuen Krise?
Fest steht: Die Situation auf dem US-Gewerbeimmobilienmarkt ist desaströs, Shopping-Center, Hotels, Büros und Fabrikhallen stehen wegen der miesen Wirtschaftslage leer, Preise und Mieten sind in den Keller gefallen. Der Rreef America ist nicht der einzige Fonds, der deshalb in heftige Probleme geriet. Auch der "Whitehall International" verlor 2009 mit 1,8 Milliarden Euro fast seinen gesamten Wert. Dem "Morgan Stanley Real Estate Fund VI" droht ein Wertverlust von 8,8 Milliarden auf 3,4 Milliarden Dollar.
Und das ist womöglich nur der Anfang: Nach Berechnungen des US-Kongresses schwebt fast jede Dritte der rund 8100 Banken des Landes in Gefahr, von platzenden Darlehen für Gewerbeimmobilien in den Abgrund gerissen zu werden. Das Fatale daran: Diese nächste Welle der Finanzkrise könnte sich auch in Deutschland "ausbreiten wie ein Flächenbrand", warnt Klaus Fleischer, Professor an der Fachhochschule München.
Ausufernder Derivatemarkt
Bislang sind die Auswirkungen der neuen Krise in Deutschland scheinbar gering. Deutlich werden die Probleme der US-Fonds vor allem deshalb, weil etwa das berühmte Sony-Center in Berlin nun an einen koreanischen Pensionsfonds verkauft wird, wie die "Welt" berichtet. Bislang gehört das Gebäude, ebenso wie der Sitz der Europäischen Zentralbank oder das Kranzler Eck in Berlin, dem wankenden Morgan-Stanley-Fonds.
Doch schon bald könnten die Probleme größer werden. Nach Schätzungen der Rating-Agentur Fitch haben deutsche Banken rund 450 Milliarden Euro an gewerblichen Immobilienkrediten vergeben, rund 40 Prozent davon im Ausland. Etwa 38 Milliarden Euro befänden sich in den USA, heißt es bei Fitch, 29 Milliarden Euro in Großbritannien, wo der Markt ebenfalls als höchst riskant gilt. Ähnliche Zahlen nennt der Verband Deutscher Pfandbriefbanken.
Die Krisenbank Hypo Real Estate hatte jüngst rund sechs Milliarden Euro an offenen Krediten im US-Immobilienmarkt, bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo waren es fünf Milliarden, die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist mit etwa acht Milliarden Euro dabei.
Wirklich gefährlich sind die Finanzgeschäfte rund um die Immobilien
Dabei ist das gar nicht das Schlimmste. Denn die größte Gefahr sehen Brancheninsider und Ökonomen weniger in diesem direkten Engagement deutscher Institute. Claus-Jürgen Cohausz, Vorstand der West-LB-Tochter Westdeutsche Immobilienbank (Westimmo), sagt zum Beispiel über die gewerblichen Kredite seines Hauses: "Die Ausfallquote liegt unter dem Durchschnitt."
Wirklich dramatisch könnte es vielmehr an anderer Stelle werden: Ähnlich wie schon bei der Krise auf dem US-Häusermarkt geht die größte Gefahr von den weitreichenden Finanzgeschäften aus, die rund um die gewerblichen Immobilien entstanden sind.
Oft etwa haben Fonds mithilfe riesiger Kredite in den Markt investiert. Nach dem Auslaufen der oft nur wenige Jahre laufenden Verträge, müssen die Darlehen refinanziert werden: "Bis 2017 stehen eine Billion Dollar zur Umfinanzierung an", schätzt Cohausz. In den USA ist sogar von 1,4 Billionen Dollar in den kommenden Jahren die Rede. Doch neue Geldgeber dürften angesichts der rasant gefallenen Preise auf dem Markt nur schwer zu finden sein. Sollte es deshalb bei weiteren Fonds zu gravierenden Problemen kommen, wären möglicherweise auch Privatbanken, Landesbanken oder Pensionsfonds in vielen andern Ländern der Welt betroffen, die Anteile halten.
"Das macht schon nervös"
Hinzu kommt: Rund um die Gewerbeimmobilienkredite ist ein ausufernder Markt mit Derivaten entstanden. Wie schon bei den Wohnhypotheken wurden auch die Darlehen für die Finanzierung von Kaufhäusern, Hotels und Wohnanlagen eifrig aufgestückelt, gebündelt, in komplizierte Wertpapiere neu verpackt und auf dem Markt verkauft. Der Handel mit diesen sogenannten Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) blühte in den vergangenen Jahren international. Allein das Neugeschäft in Europa betrug 2006 fast 80 Milliarden Euro pro Jahr. Außerdem seien "alle lang laufenden Firmenkredite bei Banken mit Immobilien abgesichert, die möglicherweise viel an Wert verloren haben", sagt Dirk Schiereck, Professor an der TU Darmstadt. "Das macht schon nervös."
Doch wie groß ist das Risiko genau? Für Deutschland lässt sich das kaum beziffern. So offen wie Westimmo-Vorstand Cohausz spricht kaum ein deutscher Banker über das neue Problem der Branche, und Cohausz kann wohl auch nur deshalb so freimütig plaudern, weil die entsprechenden Risiken in seinen Büchern nach seiner Überzeugung schon wertberichtigt sind. Ansonsten heißt es bei deutschen Banken fast überall: kein Kommentar.
Wegen dieser Unsicherheit hat sich nun die Finanzaufsicht BaFin des Themas angenommen. Nach Angaben aus der Branche müssen die Geldinstitute derzeit allerlei unangenehme Fragen beantworten - auch wenn BaFin-Chef Jochen Sanio seine Sorge nach außen hin in vorsichtige Worte fasst. "Die besondere Aufmerksamkeit der Aufseher in aller Welt gilt zurzeit dem gewerblichen Realkredit. Die Objekte, die dabei als Sicherheiten dienen, haben mancherorts beängstigend an Wert verloren", erklärte der Oberaufseher "Spiegel Online".
"Es ist kein Speck mehr auf den Rippen"
Immerhin sind auch beschwichtigende Töne zu vernehmen. So wollen sich nicht alle Brancheninsider von der aufsteigenden Panik anstecken lassen. Reinhard Schmidt etwa, Professor an der Goethe-Universität in Frankfurt, beruhigt: Die Welt habe aus den Folgen der Subprime-Krise auf dem US-Häusermarkt gelernt. "Was damals so irrsinnig überrascht hat, war das gewaltige Liquiditätsproblem, das sich auftat", sagt er. Der Geldmarkt trocknete wegen des Vertrauensverlustes unter den Banken erschreckend schnell aus. Erfahrung mit einer solchen Situation hatte niemand. Mittlerweile aber seien die Notenbanken vorbereitet auf derartige Szenarien, sagt Schmidt.
Viele seiner Kollegen allerdings halten dagegen. "Die Reaktionen mögen professioneller sein", sagt etwa Schiereck. Aber viele betroffene Banken und Investoren seien auch "sehr viel schlechter aufgestellt. Es ist ja kein Speck mehr auf den Rippen." Ähnlich sieht das Bankenprofessor Klaus Fleischer aus München. Er fordert von den Banken der Welt eine "konzertierte Aktion", um das Problem in den Griff zu bekommen. Wackelnde Fonds müssten gestützt, Kredite im großen Stil refinanziert werden. Fleischers Appell: "Wir brauchen jetzt Chefmanagement."
Quelle: Spiegel Online
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Eintrag vom 02.04.2010 / 16.26
In den USA hat der Bostoner Star Ökonom Laurence Kotlikoff dafür als Ausweg eine radikale Bankenreform vorgeschlagen.
Der Titel seines Buches „ Jimmy Stewart is dead“ bezieht sich auf den Filmklassiker „ Ist das Leben nicht schön“ aus dem Jahr 1946,in dem Schauspieler James „ Jimmy“ Stewart einen Grund auf ehrlichen Banker spielt.
Solche Bankiers alter Schule gebe es nicht mehr, beklagt Kotlikoff. In seinem Buch rechnet der Professor mit dem heutigen Bankensystem und seinen Führungskräften ab – und schlägt nicht weniger als eine Revolution der Finanzwelt vor: Kotlikoff will sämtliche Risikogeschäfte für Banken, Hedgefonds und Versicherungen verbieten.
In den USA hat Kotlikoff mit seine Thesen für Aufsehen gesorgt: Auch der Chef der englischen Zentralbank, Mervyn King, nahm seine Ideen in seiner Rede auf. Denn der Ökonom ist nicht irgendein Spinner, sondern gilt als einer der führenden Finanzexperten der Vereinigten Staaten. Und einen Linken kann man den Mann aus Massachusetts beileibe nicht nennen.
Kotlikoff meint der amerikanische Staat sei so tief verschuldet, das er seine Zahlungszusagen nicht einhalten könne.
Schuld seien verantwortungslose Banker, die auf ungezügelten Finanzmärkten mit Geld der Steuerzahler zockten. Kotlikoff wörtlich: “ Da verschuldet eine Ansammlung von Leuten, die napoleonische Komplexe vor sich hertragen und die keine Ahnung von Finanz- und Wirtschaftfragen haben, den einfachen Steuerzahler, weil sie genug Geld haben, sich Ratings in New York und Politik in Washington einzukaufen“.
Einen „ verrückten Kapitalismus“ nennt er das, eine wahnsinnige Verschwendung von Talenten habe im Finanzsektor stattgefunden.
Nach dieser Analyse stellt Kotlikoff seine Forderungen auf: Weil der Staat für das Versagen der Manager aufzukommen hatte, indem er etwa den Versicherungskonzern AIG retten und Garantien für Banken geben musste, stecke nun auch er tief im Schlamassel. Hoch verschuldet, könne er seine Zusagen nicht einhalten. Wenn eine neue Krise hereinbreche, könne der Staat nicht für die Einlagen der Sparer garantieren. Kotlikoff sieht deshalb die USA auf einem Weg in eine monumentale neue Finanzkrise, aus der er nur zwei Auswege sieht: Hyperinflation wie in Deutschland Anfang der 20er Jahre – oder eine Neuordnung der Bankenwelt, die alles bisher Dagewesene auf den Kopf stellt.
Dazu will Kotlikoff Banken schaffen, die nur einen einzigen Zweck verfolgen: das Geld ihrer Kunden sicher anzulegen, Abgespeckte Finanzhäuser, die US-Investmentfonds ähneln, sollen das Geld ihrer Sparer in ausgewiesen sicheren Anlagen investieren, anstatt das mühsam Ersparte über Wetten auf den dreißigfachen Wert zu steigern. „ Natürlich müssen Sparer weniger Rendite hinnehmen, aber dafür wissen sie wenigstens, wo ihr Geld steckt“ schreibt Kotlikoff.
Eine einzige Aufsichtsbehörde, angelehnt an die US –Lebensmittelbehörde, solle die Banken kontrollieren und dafür sorgen, dass sie das Geld auch so anlegen, wie es versprochen wurde.
Mit dem „ neuen System“ wäre auch die Ansteckungsgefahr unter den Banken beseitigt. In der zurückliegenden Finanzkrise wussten die Manager nicht, welches Finanzhaus in welchen Verbriefungen Geld stecken hat – deshalb traute keine Bank mehr der anderen. Eine solche Panik sei in der „ Bankenrevolution“ nicht mehr möglich.
Bei nüchterner Betrachtung muss man natürlich davon ausgehen, dass alles was Kotlikoff vorträgt, nicht nur für die USA sondern auch Weitestgehend für die europäischen Länder gilt .
It’s TIME FOR CHANGE !!!??
Herzlichst
Euer McProfit
PNO
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Eintrag vom 05.02.2010 / 18.50
Ist doch klar - Aufwärts geht es in Deutschland nur,
wenn auch Amerika die Krise überwindet!!!
Wie sieht es denn nun im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aus?
OBAMA SUPERMAN legt gigantische Konjunkturprogramme in den USA auf .
Gut oder nicht gut ?
Ohne Frage - Obama ist sicherlich ein symphatischer, gut meinender, netter, charismatischer und auch anpackender Kerl.
Aber wie sieht ein Experte seine Krisenpolitik?
Der Nobelpreis für Wirtschaft wurde Josef Stiglitz 2001 verliehen, weil er zeigte, wie Märkte kollabieren können. Als die Finanzkrise ausbrach wurde der US Starökonom voll umfänglich bestätigt.
In seinem neuen Buch „ Freefall“, zu Deutsch „ Freier Fall“ rechnet er in bekannter Manier mit den mathematischen Finanzmodellen ab.
Ebenso scharfsinnig zeichnet er das Entstehen der Finanzkrise nach. Sein Hauptaugenmerk legt Stieglitzaber aber auf die KRISENPOLITIK der US – Regierung.
Für die fällt das Urteil vernichtend aus:
Die Politik sei „eine Abfolge von Desastern“ gewesen. Die Strategie von „ No-Drama-Obama sei es, sich „mit Ach und Krach durchzubringen“
Der Präsident habe keine Visionen entwickelt und ein Konjunkturprogramm aufgelegt, das falsche Anreize setze. Er habe die alten Köpfe aus der Bush –Regierung auf ihren Posten gelassen und sei dem Kurs seines Vorgängers gefolgt, den Schwerpunkt auf Bankenrettungen zu legen.
Obama wechsle nur „ die Sitze auf der „Titanic“ aus“, anstatt die strukturellen Probleme des Bankensektors anzugehen. Damit nicht noch mehr Amerikaner ihr Haus verlieren, fordert Stieglitz die Regierung auf, das günstige Zinsumfeld zu nutzen und billige Kredite an Familien zu vergeben.
Die meisten Politiker und Wirtschaftsexperten ( insbesondere die Berufsoptimisten, der vom Staat finanzierten Wirtschaftsinstitute ) sehen ja für 2010 bereits die Erholung.
Die kritische Betrachtung kommt zu einem anderen Schluss.
Herzlichst
Euer McProfit
P.N.O
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anton (17.07.2009 / 10:25): und weiter so anton (17.07.2009 / 10:25): war ein guter tip, danke anton1783 (06.05.2009 / 11:35): netter Blog
5 punkte lucius mcprofit (25.02.2009 / 10:00): gute tips shodan (28.10.2008 / 14:56): Optimismus und Realismus sollten sich ergänzen, nicht ausschließen. DAS IST WAHR
Weiter so ...
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