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Eintrag vom 13.04.2011 / 16.27
Quo Vadis USA? Und vor Allem – Wohin, Globales Finanzsystem?
Liebe Mc Profit Leser, ich denke dieser Artikel ist wirklich lesenswert.
Montag, 11. April 2011
US-WirtschaftSintflut in 2012?
Robert Rethfeld, Wellenreiter-Invest
Laut Altem Testament lebte Methusalem 969 Jahre. Er war der Großvater von Noah, der immerhin 950 Jahre alt wurde. Methusalem muss – wenn man die Angaben im Buch Genesis zugrunde legt - etwa zur Zeit der Sintflut gestorben sein. In biblischen Zeiten galt das Mantra der sieben fetten und sieben mageren Jahre.
Methusalem hätte demnach 70 „Rezessionen“ miterlebt. Tatsächlich finden Rezessionen auch heutzutage in Abständen von 5 bis 10 Jahren statt. Ein heute 90jähriger US-Bürger hat 16 US-Rezessionen durchlebt, darunter die große Depression in den 1930ern, die Ölkrise in den 1970er Jahren sowie zuletzt die Finanzkrise. Rezessionen sind demnach nichts Besonderes. Sie gehören zum normalen Erfahrungswert jedes Menschen.
Auch Methusalem dürfte sich an diese Zyklen gewöhnt haben. Aber eine Sintflut war jenseits seines Erfahrungshorizonts. Heute weiß man, dass die Sintflut wahrscheinlich dem durch die nacheiszeitliche Gletscherschmelze geschuldeten Überlaufen des Mittelmeers in die Senke des Schwarzen Meeres zu verdanken ist. Wochen- oder monatelang ergoss sich das Meer mit der doppelten Kraft der Niagara-Fälle über den Bosporus in die Tiefe.
Das charttechnische Gegenstück zur Sintflut wäre die Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation in wichtigen Aktienindizes wie dem Dow Jones Index.
Die „Überspülung des Bosporus“ wäre dann perfekt, wenn die blaue eingezeichnete Nackenlinie im Bereich von 7.300 Punkten nach unten durchbrochen werden würde. Analysten mit Kurszielen von 1.000 Punkten (es gibt sie) kämen in diesem Fall wohl zu ihrem Recht.
Doch die moderne Welt hat ein probates Mittel gefunden, es nicht zu einem derartigen nominalen Kollaps kommen zu lassen: Die Inflation. Diese sorgt dafür, dass ein realer Fall der Aktienmärkte nominal als Seitwärtsbewegung empfunden wird. Eine solche Situation lag zuletzt in den 1970er Jahren vor. Real verlor der Dow Jones Index zwischen 1966 und 1982 etwa 70% seines Wertes (siehe Pfeil folgender Chart).
Nominal lief der Index lediglich seitwärts.
Das bedeutet: Eine Entwertung der Märkte kann dann weitgehend problemlos durchgeführt werden, wenn die Zeitschiene ausreichend lang gewählt ist und die Inflation vergleichsweise hoch ist. Lassen sich die 1970er Jahre als eine Phase kontrollierter Kapital- und Schuldenvernichtung (die US-Staatsverschuldung fiel bis 1982 auf gut 30% vom BIP) bezeichnen, so bleibt die Frage, ob eine solche „Leistung“ in den kommenden Jahren wiederholt werden kann.
Es scheint so, als ob die Zeitschiene diesmal nicht mitspielt. Anders als in den 1970er Jahren fällt die Staatsverschuldung nicht, sondern steigt weiter an.
Zudem fürchtet man sich vor allen in den USA vor einer erneuten Rezession und tut alles, um diesbezügliche Ängste gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zweimal bereits griff man zum Mittel des „Quantitative Easing“. Doch was wird es letztendlich nutzen?
Die offizielle US-Inflationsrate für den Februar – letzter verfügbarer Wert - befindet sich bei 2,1 Prozent. Im Februar befand sich der Ölpreis durchschnittlich unterhalb von 90 US-Dollar. Im März lässt sich ein Durchschnittspreis von etwas über 100 US-Dollar ansetzen, im April dürften nochmals mindestens 10 Dollar draufgepackt werden, sollte sich die Entwicklung fortsetzen. Allein aus diesem Grund wird die offizielle US-Inflationsrate in den Monaten März und April weiter steigen, konservativ gerechnet in den Bereich von 3,1 bis 3,3 Prozent.
Wie der folgende Chart zeigt, befindet sich der Realzins für 10jährige US-Anleihen im Sinkflug. Der Realzins bezeichnet den Zinsertrag, der nach Abzug der Inflationsrate übrig bleibt. Einer Rendite von 3,55% steht eine angenommene offizielle US-Inflationsrate von 3,2% für den April gegenüber. Das bedeutet: Der US-Realzins bewegt sich aktuell mit 0,35% nur noch knapp über null.
Dem Realzins kann eine Frühindikator-Wirkung für die US-Wirtschaft zugestanden werden. Auf dem nächsten Chart haben wir beide Entwicklungen mit einem Vorlauf von einem Jahr für den Realzins eingezeichnet.
Danach bedeutet die gegenwärtige Annäherung des Realzinses an die Null-Linie eine negative Entwicklung der US-Wirtschaft im Rahmen der kommenden 12 Monate. Sollte der Realzins unter Null fallen (was bei steigenden Rohstoffpreisen - insbesondere des Ölpreises - bis zum Sommer zu erwarten wäre), so steigt die Gefahr der Entwicklung einer US-Rezession.
Es ist eine eiserne Regel für Gold- und Silber-Investments: Ein fallender oder gar negativer Realzins macht Edelmetalle attraktiv. Man beachte das Verhalten des Goldpreises bei fallenden Realzinsen u.a. in den 1970er Jahren (folgender Chart).
Unter saisonalen Gesichtspunkten ist der Silberpreis noch bis Mai unterstützt, dann allerdings ist mit einem zumindest temporären Rückgang zu rechnen.
Für Silber hatten wir im Sommer vergangenen Jahres bei einem Bruch des damaligen Widerstands von 20 US-Dollar eine Kursexplosion auf 50 US-Dollar vorhergesagt. Diese Aussage war einer sich aufbauenden Dreiecks-Ausbruchs-Situation geschuldet. Aktuell befindet sich der Silberpreis bei 41 US-Dollar. Im Gefolge der Gold- und Silber-Hausse 1979/80 kam es zu zwei US-Rezessionen 1980 und 1981/82.
Zeigen die Aktienmärkte – die ja als Frühwarnsystem für den Wirtschaftszyklus gelten – bereits Anzeichen einer Abkühlung? Zwei Dinge: Erstens ist das bearische Lager bei den US-Börsenbriefschreibern – gemessen durch Investors Intelligence - auf den zweitniedrigsten Stand der vergangenen 25 Jahre zusammengeschrumpft. Angst hat anscheinend niemand mehr. Zweitens fällt die merkliche Zurückhaltung des smarten Geldes auf. Unser Smart Money Flow Indikator weist eine negative Divergenz zum Dow Jones Index auf (folgender Chart). Lediglich die gesunde Marktbreite bewahrt den Markt derzeit vor größeren Fallstricken.
Fazit: Die Anzeichen für eine US-Rezession im Jahr 2012 verdichten sich. Nur etwa drei Jahre nach einer Rezession würde das erneute Auftreten einer Rezession eine kurze Zeitspanne bedeuten. Der Spruch: „Dieses Mal ist alles anders“ war für Investoren, die bei jeder Rezession gleich an den Zusammenbruch der Welt dachten, schon häufiger eine kostspielige Angelegenheit. Andererseits: Selbst Methusalem machte in Form der Sintflut mit etwas Bekanntschaft, das anders war als alles, was er in seinen 969 Jahren erlebt hatte. Steht den Finanzmärkten im Jahr 2012 eine Sintflut bevor?
Im Nachhinein wird alles seinen Sinn gehabt haben. Der steigende Ölpreis, der fälschlicherweise noch immer mit den Ereignissen in Libyen erklärt wird; der seit der Ankündigung von QE 2 glatt verdoppelte Silberpreis (wer Geld druckt, wird Inflation ernten), der Fehlausbruch im Dollar/Yen und der fallende Außenwert des US-Dollar, der zwar die Wettbewerbssituation der USA um Arbeitskräfte verbessert, aber gleichzeitig zur Folge hat, dass Inflation importiert wird.
Die Phase einer von der Fed gesteuerten Kapital- und Schuldenvernichtung – ähnlich wie in den 1970er Jahren hat begonnen. Es ist ein Experiment, vom dem man noch nicht weiß, ob es gelingen kann. Die britische Zentralbank beteiligt sich an diesem Experiment. Denn in Großbritannien ist die Inflationsrate so hoch, dass der Realzins bereits negativ ist. Einzig die EZB hat anderes im Sinn. Sie erhöht den Leitzins und lehnt sich damit gegen den „Inflationsdrachen“ auf.
Sollten die USA und Großbritannien erneut in eine Rezession rutschen, so stehen die alten Industrienationen vor einem Neuanfang, der ein tiefes politisches Eingreifen in die Selbstbestimmungsrechte der Bevölkerung erfordern dürfte. Das vermehrte Auftreten ruckartiger Bewegungen (Beispiele Euro/Yen, Silber, Ölpreis) ist kein Grund zum Jubeln. Vielmehr implizieren diese eine Destabilisierung der Finanzmärkte. Die Hoffung besteht darin, durch die aktive Inflationierung eine nominale Seitwärtsphase wie in den 1970er Jahren aufrecht erhalten zu können.
Das Risiko ist das Misslingen der Steckung auf der Zeitebene, was aufgrund eines „sintflutartigen Drucks“ eine Neuordnung der Finanzmärkte bereits im Jahr 2012 zur Folge haben könnte. Zentralbanken sind – egal was sie tun – nicht in der Lage, Rezessionen zu verhindern. Ein Wirtschaftszyklus folgt einer eigenen Dynamik.
Mehr Informationen: www.wellenreiter-invest.de
So ist es liebe McProfit Leser, der Trend geht zur weiteren Destabilisierung des Globalen Finanzsystems, mit riesigen Schritten und all seinen Folgen
Macht Euch ein eigenes Bild und rechnet mit Allem
Herzlichst Euer McProfit
P N O
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Eintrag vom 03.03.2011 / 17.14
Aber – obwohl alle Regierungen sich weiter verschulden bis zum ….. ja was wohl… liebe McProfit Leser….lassen Sie Ihre Phantasie einmal spielen, wie weit das gut gehen kann- wird der Geldmangel immer eklatanter
Geldmangel
In Spanien entscheidet sich Europas Zukunft
Von Henrik Müller
Geldmangel: Im Mai, August und Oktober braucht die spanische Regierung jeweils Cash-Zufuhren zwischen 23 und 25 Milliarden Euro
Der Weltwirtschaft steht eine heiße Phase bevor. In den kommenden Monaten müssen die westlichen Staaten gigantische Summen an Schulden an den Finanzmärkten aufnehmen. In Europa steht vor allem Spanien im Fokus. Schafft es das Land, sich am eigenen Schopf aus der Krise zu ziehen?
Hamburg - Die Lage an den Anleihemärkten bleibt angespannt. Hochgradig angespannt sogar. Während offzielle Verlautbarungen derzeit eher beschwichtigen und darauf hinweisen, dass staatliche Sparprogramme von Griechenland bis Spanien im Plan sind, äußern sich amtliche Insider hinter vorgehaltener Hand deutlich besorgter. Gut möglich, dass es bei einigen Bond-Auktionen wieder zu Käuferstreiks kommt, dass dann eine Kettenreaktion ausgelöst wird, die andere Länder erfasst.
Die Welt spielt mit hohem Risiko.
Für die globale Wirtschaft beginnt eine heiße Phase. Im ersten Halbjahr 2011 müssen Europa, Nordamerika und Japan für ausstehende Staatsschulden in Höhe von zusammen rund 5,5 Billionen Dollar Anschlussfinanzierungen finden, das hat der Internationale Währungsfonds (IWF) kürzlich vorgerechnet. Rund ein Drittel dieser Schuldenaufnahme entfällt auf die USA - wo das strukturelle Defizit immer noch weiter steigt. Ein weiteres Drittel braucht Japan - dessen Staatsfinanzen sich inzwischen in heilloser Unordnung befinden (die öffentlichen Schulden liegen bei 220 Prozent des BIP). Die Staaten des Euro-Lands machen nur rund ein Sechstel der Schuldenaufnahmen des Westens aus.
Dennoch ist der Stress innerhalb der Euro-Zone besonders deutlich spürbar. Die Zinsabstände sind in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Vor allem aus zwei Gründen: Zum einen sind innerhalb einer Währungsunion Staatsbankrotte wahrscheinlicher, weil es keine nationalen Notenbanken mehr gibt, die mit einer Kombination aus Inflation und Abwertung dem Fiskus temporären Spielraum verschaffen könnten (wie aktuell in Großbritannien). Zum anderen ist noch immer nicht klar, wie genau der künftige Europäische Stabilisierungsmechanismus (ESM) funktionieren soll; das sorgt für Unsicherheit in den Märkten.
Das Alptraum-Szenario ist eine Corrida aus spanischen Staatsanleihen. Im aktuellen Heft befassen wir uns damit in einem umfassenden Report. Während Griechenland und Irland bereits Hilfen von den EU-Partnern bekommen und Portugal klein genug ist, so dass es ebenfalls gerettet werden könnte, ist Spanien eine so große Volkswirtschaft, dass sie manchem den Angstschweiß auf die Stirn treibt.
Spanien ist womöglich zu groß, um gerettet zu werden.
Ausstehende Staatsanleihen im Volumen von gut 130 Milliarden Euro müssen dieses Jahr abgelöst werden. Im Mai, August und Oktober braucht die Regierung in Madrid jeweils Cash-Zufuhren zwischen 23 und 25 Milliarden.
Der europäischen Krisenstrategie folgend "Die Geldlüge", versucht Spanien sich aus der Krise herauszusparen. Die iberische Nation habe sich "die ausgeprägteste Defizitreduktion unter den großen europäischen Ländern" vorgenommen, lobte kürzlich der IWF. Insbesondere verlasse sich die Regierung auf Ausgabenmaßnahmen, darunter die Senkung von Löhnen, Renten und öffentlichen Investitionen".
In unserem Report im Heft untersuchen wir, was eine derart harte Sanierungsstrategie für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone bedeutet. Was heißt es eigentlich, wenn die Bevölkerung auf mindestens 10 Prozent ihres Wohlstands verzichten muss, um wieder wettbewerbsfähig zu werden? Wenn die Arbeitslosenquote bei 20 Prozent verharrt und 40 Prozent der Jugendlichen keinen Job haben? Wir analysieren die wichtigsten Branchen und das Bankensystem und gehen der Frage nach, wie es eigentlich so weit kommen konnte, obwohl doch über viele Jahre alle mit Spaniens Performance hochzufrieden waren.
Dies ist die Hoffnung: Spanien löst seine strukturelle Schwächen und kuriert sich auf die harte Tour. Die Einsparungen bringen notwendige Reformen und steigern die Wettbewerbsfähigkeit, so dass das Land in einigen Jahren deutlich stärker dasteht.
Doch was, wenn diese Strategie nicht aufgeht: wenn die Bevölkerung unruhig wird und die Regierung handlungsunfähig, wenn die Akteure an den Finanzmärkten nervös werden - oder wenn die Finanzmärkte gerade deshalb in Panik geraten, weil die Bürger die Sparmaßnahmen nicht mittragen.
Es ist ein Spiel mit hohem Einsatz. In Spanien entscheidet sich die Zukunft des Euro. Und mehr als das: Sollten Zweifel an der Sanierungsstrategie aufkommen, dann könnten sich auch Italien und Belgien anstecken, warnt ein Insider. Das wäre dann die große internationale fiskalische Kernschmelze.
Wenn die Risiken im Hintergrund so schauderhaft groß sind, dann muss man fragen: Gibt es keine Alternative zur Strategie des kalten Entzugs? Und wenn ja, wie könnte sie aussehen?
Aus Spiegel online
v.23.02.2011
Also liebe McProfit Leser
Rein in:
Sachwerte
Unternehmensbeteiligungen ( am Besten bei Beteiligungen, in die man selbst Einblick nehmen kann ) in Branchen und mit Produkten die immer gebraucht werden..
Rohstoffe,(Edel) Metalle.
Raus aus:
Anleihen
Papiergeld/Sparguthaben (potenzielles Klopapier)
Und langsam raus aus den Aktienmärkten ( nur wenige ausgewählte behalten, die dem kommenden Scenario trotzen können)
Und nach wie vor gilt: Pecunia non olent
Aber Sachwerte und Rohstoffwerte eben auch nicht!!
In diesem Sinne
Herzlichst
Euer McProfit
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Eintrag vom 30.12.2010 / 20.23
Was können wir für 2011 erwarten - Ist das Finanzsystem noch zu retten?
Nichts kann existieren ohne Ordnung. Nichts kann entstehen ohne Chaos.
Albert Einstein
Vorab, ich weiß es natürlich auch nicht, liebe McProfit Leser.
Schauen wir uns aber mal einige Fakten und Überlegungen hierzu an, Vieles davon wurde von Dr. Martin Weiss Chefredakteur von „Sicheres Geld“ www.investor-verlag.de zusammen getragen.
Auch wenn seine Äußerungen hier teilweise recht „reißerisch“ rüberkommen ( manch mal muss man halt einfach „auf den Punkt“ kommen), die Frage ist nur , gibt es Fakten und Argumente , die diese Äußerungen widerlegen, gibt es Gegen Argumente ??
Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn diese von Ihnen, z.B. in der Lifenav- Community dargelegt werden.
Vielleicht können diese Informationen Ihnen aber, als Mosaiksteine, bei der Bildung Ihrer persönlichen Meinung und Einschätzung helfen:
Jeder Staat MUSS eigentlich scheitern. Beispiel USA: Hilfs-Paket 700 Mrd. $. Noch offene Derivate 683,7 Billionen $. Das 976-Fache!
1. Rettungs-Versuche töten das System. Weil es nur dieses eine Gegengift gibt: Neues Geld. Neues Geld. Immer neues Geld! Das aber erzwingt die Hyper-Inflation.
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Albert Einstein
Die Verantwortlichen wissen das alles. Und heucheln. Während sie uns gefälschte Statistiken zeigen, und Ihnen im TV vorsäuseln: „Krise bald vorbei
die Schlinge zieht sich weiter zu! Denken Sie NIEMALS, dass diese Krise vorbei ist! Die geht erst richtig los. Weil Gefahren nicht auszumerzen sind:
25 Banken starben 2008. Weitere folgen 2009/2010. Trotz Rettungs-Paketen. Mit 13 Mrd. € rettete der deutsche Staat die HSH Nordbank. Das war im Februar 2009. Im Juli war klar: Das Geld reicht nicht!
Lassen Sie sich nicht blenden! Wie beim Beispiel J. P. Morgan: Im Juli 09 bejubelte die Presse denn 2,72-Mrd.-$- Gewinn der Bank. Kaum einer weiß: Dagegen stehen 26.493,9 Mrd. $ Verbindlichkeiten. So viel „wert“ sind die giftigen Derivate, die J. P. Morgan noch im Keller hat.
Fallen diese Papiere nur um 10 % ins Minus, ist das gesamte J.P.-Morgan-Kapital verglüht. In Sekunden!!!! Ein Einzelfall? Nein, 117 Banken US-Banken sind noch bedroht. Ähnlich ist es bei uns.
Doch es lauert etwas noch viel Größeres:
2. Die Derivate-Bombe. 54 Billionen $ umfasst das Real-Vermögen der Welt. Doch da sind 683,7 Billionen $ ungedeckte Derivate (z. B. Kredit-Versicherungen). Diese Derivate stecken noch in den Bank-Bilanzen.
Diese virtuellen, unverkäuflichen Papiere müssen REAL bezahlt werden.
Können Banken auch nur 10 % davon nicht auslösen, trifft uns ein Crash, wie ihn die Welt nie sah! Das kann in 14 Tagen passieren, in 3 Monaten oder ... MORGEN. Dass es passiert, ist ein Naturgesetz.
Beispiel Citigroup:
Die Citigroup verdiente im zweiten Quartal fast 4,3 Milliarden Dollar.“ Wow!
Aber sehen wir doch mal in die Bücher der Citigroup.
• Da ist ein Anlagevermögen von 481,4 Mrd. $. So weit so gut. ABER: Diesen reellen Werten steht der „Besitz“ einer Bombe gegenüber:
• DERIVATE Künstliches, von Bankern erschaffenes Geld. Z. B. unverkäufliche Kreditversicherungen. Diese Derivate sind deshalb brandgefährlich: Dieses virtuelle Geld muss r-e-a-l bezahlt werden! Und nun raten Sie mal, wie viel Derivate die Citibank im Keller hat. Es sind $ 7.873,9 Milliarden! Das 16-Fache des realen Vermögens!!!! Das heißt:
Müssen auch nur 6 % dieser Derivate bedient werden — UND DAS KOMMT SO!!! —, explodiert die Citibank.
Weil das reelle Anlagevermögen der Bank ja nur ca. 6 % der Derivate ausmacht. Ist die Citibank systemrelevant ...? Na und ob! Sie ist das drittgrößte Institut Amerikas!
Was passiert, wenn die Citibank kaputtgeht? Da springt der Staat ein. Auch wenn plötzlich $ 7.873,9 Mrd. fällig sind. Also fast 8 BILLIONEN Dollar.
Wie der Staat das Geld besorgt, wissen wir ja beide: DRUCKEN, DRUCKEN, DRUCKEN.
Wieder wird die Hyper-Inflation angeheizt.
Denken Sie bitte keinen Moment daran, dass SIE das nichts angeht: Die Finanzmärkte sind so vernetzt, dass der Feuersturm der Hyper-Inflation über die ganze Welt rast. Die verbrennen I-h-r Vermögen! Die Schlinge zieht sich zu...
Übrigens: Auch deutsche Banker stecken bis zu den Nasenlöchern im Derivate-Sumpf! Das Anlage-Vermögen der Deutschen Bank in den USA beträgt $ 40,4 Mrd. und der „Wert“ ihrer Derivate $ 49,6 Mrd. Und Fakt ist:
Auch in Europa, in Deutschland ersticken toxische Derivate die Banken
So, und nun wissen Sie auch, warum die Herren Banker kaum Kredite an Unternehmer herausrücken. Trotz aller Hilfs-Pakete. Trotz historisch tiefer Leitzinsen.
Die wissen am besten, dass sie am Ende sind. Und sie wissen, dass sie jetzt r-e-a-l-e-s Geld vorschießen müssen. Geld, das ihren eigenen Tod verzögert!!!!
All das wissen auch die Herrschenden! Doch heuchlerisch klagen sie im Fernsehen:
„Die bösen Banker sitzen auf ihrem Geld!“ Die Bonzen wissen schon, warum sie heucheln. Schließlich bereiten sie konkret das Ende des Finanzsystems vor!
Verblüffend ist auch: Offenbar haben Banken eine perverse Gemeinsamkeit ...
Je größer die Bank, desto dreckiger die Bilanz
• Beispiel USA. Die zweitgrößte US-Bank Bank of America. Anlagevermögen $ 576 Mrd. Derivate: $ 11.480 Mrd. Fast das 20-Fache! Diese Bank wird explodieren!
• Die größte US-Bank ist J. P. Morgan. Hier ist es noch gefährlicher: Anlagevermögen $ 605,1 Mrd. Derivate $ 26.493,9 Mrd. Das ist das 43-Fache. Wenn nur ca. 2,3 % dieser Derivate fällig werden, ist das Real-Vermögen von J. P. Morgan ... weg.
Ach ja ... die 3 Todeskandidaten J. P. Morgan, Bank of America, Citibank sind nicht nur die größten US-Banken. Die 3 sind auch die größten Banken der Welt!!! Und die stehen kurz vor dem Ende???!!!
Die US-Regierung — „Change“ hin oder her — kann den Zusammenbruch nicht aufhalten. Und wenn der Infarkt kommt, werden sie ganze Güterzüge voller Dollar drucken, verlassen Sie sich drauf!
Und Ihr Vermögen? Es wird in der Folge (mit Glück!) wohl nur noch ein Viertel des heutigen Wertes haben.
Doch jetzt kommt es noch härter:
• 408 US-Banken haben ein Anlage-Vermögen von $ 5,4 Billionen. Und der Wert ihrer Derivate? Fast 10-mal so viel: $ 53 Billionen. Das kann nicht gut gehen!!!
• 99 % dieser $ 53 Bill. sind konzentriert auf nur 25 Banken.
• Rund die Hälfte (nämlich $ 26,49 Bill.) sind in Besitz von nur ... einer einzigen Bank: J. P. Morgan!!!
Sehen Sie, was da auf die Welt zukommt??????
Fakt ist: Die Regierungen haben jetzt schon kein Geld mehr, um das Chaos aufzufangen. Sie müssen weiter drucken, ob sie wollen oder nicht!
Das wirkt wie der Meteorit, dessen Einschlag seinerzeit ALLE Saurier vom Planeten fegte! Auch dieses Finanzsystem wird so hinweggefegt!
Im Vorfeld des endgültigen Zusammenbruchs werden die Regierungen die Welt mit einem Meer von Geld fl uten. Dann haben wir 1923 ... Dann ist alles, was Sie in Ihrem Leben aufbauten, verschwunden.
Keine Rettung möglich?
Jedenfalls nicht von denen. Auch die hochgelobten Bad Banks sind nur Bluff. Warum? Weil sie 2 Haken haben.
• Die Banken wollen sie nicht. Weil für jedes in eine Bad Bank ausgelagerte toxische Papier ... Gebühren anfallen!
• Die Staaten sollen bürgen. Für jedes ausgelagerte Wertpapier bezahlt der Staat die Bank mit Staats-Anleihen. So muss die Bank — in der Theorie — die faulen Papiere nicht mehr mit gesundem Eigenkapital hinterlegen.
Angeblich haben wir ja auch noch gar keine Inflation
Wie passt das zu unserem Alltag
„Die „gefühlte“ Inflation ist seit Mitte vergangenen Jahres von rund fünf auf 12,8 Prozent im März und 11,6 Prozent im April dramatisch in die Höhe geschossen.
Das geht aus den neuen Zahlen des Statistik-Experten Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Fribourg hervor. Exklusiv für die WirtschaftsWoche aktualisierte der renommierte Wissenschaftler seinen „Index der wahrgenommenen Inflation“ (IWI).
Die Kluft zwischen IWI und der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Teuerungsrate von drei Prozent ist immens: Der IWI, der die Güter nach ihrer Kaufhäufigkeit gewichtetet statt nach ihrem Anteil an den Gesamtausgaben, liegt diesmal sogar noch höher als unmittelbar nach der Euro-Einführung (elf Prozent).
Laut Wirtschafts Woche deutet der IWI auf einen noch schwächeren privaten Konsum in diesem Jahr als bisher erwartet. Brachinger: „Wir beobachten seit langem steigende Sparquoten bei steigender Inflationswahrnehmung.“
Das würde die letzte Hoffnung für die Konjunktur platzen lassen. Denn der Export schwächt sich wegen der Finanzkrise, des Abschwungs in Amerika und des starken Euros zunehmend ab. Eine Stagflation, die Kombination aus schwachem Wachstum und kräftig steigenden Preisen, wird demzufolge immer wahrscheinlicher“.
Das schrieb WIWO 2008!!
Da können wir uns doch gut vorstellen, wie es heute aussieht, nachdem weltweit die Gelddruckmaschinen erst so richtig angeworfen wurden!
Das Monstrum kommt. Die Hyper-Inflation wird immer wahrscheinlicher?!
Sie baut sich auf. Tatsächlich haben wir sie ja bereits (ja, jetzt schon!!!) . Das fängt an bei der Währung. Halbiert ist der Euro-Wert ja schon.
Das merken Sie, wenn Sie Schuhe kaufen. Das erleben Sie beim Bäcker und an der Kinokasse. Und wenn Sie heute einen Opel Astra-Caravan kaufen, hätten Sie vor 10 Jahren fast einen 3er BMW für Ihr Geld bekommen. Kaffe, Weizen - Preise, mit Preissteigerungen von mehr als 40% !! in 2010! Benzin/Ölpreise steigen und steigen Für 2011 rechnet man, auch deswegen - mit Mieterhöhungen von teilweise 11%
Das sind alles Ausgaben die uns täglich betreffen!!!, was soll da das unerträgliche Gerede unserer Politiker( und von denen gesteuerter „Experten“- Organisationen ) wonach wir statistisch unter 2% Inflation liegen.
Nur weil man, zur Beruhigung der Bürger, nicht die wirklich realen Berechnungsgrundlagen benutzten will. Da muss man doch nur mal selbst einkaufen und hinsehen!
Fazit:
Was jetzt 50 € kostet, kostete 2001 noch 50 D-Mark. Trotz des offiziellen Kurses von knapp 1 : 2. Sehen Sie:
Das ist „normale“ Inflation.
Sie entsteht automatisch durch unser „Papiergeld“. Euro, Dollar, Yen: alles bunte Blättchen ohne festen, reellen Gegenwert, wie z. B. Gold oder Immobilien. Und die Bindung, z.B. des Dollars, zum Goldstandard wurde ja aufgehoben, gerade weil man immer mehr Geld brauchte. So viel „reale“ (Gegen) Gold-Werte hätte es halt gar nicht gegeben
Papiergeld ist eine der wichtigsten Bedingungen für die Hyper-Inflation.
Doch Regierungen lieben Papiergeld! Denn es kann beliebig vermehrt werden. Und so drucken sie seit Jahrzehnten immer mehr davon.
In der EU ver-8-fachte sich die Geldmenge M2 seit 1980.
Diese Menge wächst immer rasanter. Im EU-Raum wurde sie knapp verdoppelt seit 2001. Jetzt aber werfen sie den Turbo an, bei der Geld-Druckmaschine.
Sehen Sie sich doch mal diesen Chart an:
Diese Grafik dürfte nächstes Jahr 15 cm hoch sein. Weil der Geldmengen-Anstieg sich weiter zwangsläufig vervielfacht!
Beeinflusst das Ihr Vermögen?
Ganz sicher. Ihr Geld wird unweigerlich wertlos! Denn je mehr es von einer Sache gibt, desto ...
... billiger wird sie zwangsläufig: Je mehr Kartoffeln geerntet werden, desto billiger werden sie. Je mehr Computer auf den Markt geworfen werden, desto billiger werden sie. Das ist beim Geld nicht anders.
Bitte gehen Sie davon aus, dass die Geldmenge so wahnsinnig hoch steigt, wie wir uns das noch gar nicht vorstellen können.
Diese gigantische Aufblähung der Geldmenge ist eine der wichtigsten Bedingung für die Entstehung der Hyper-Inflation.
Woher kommt dieser extreme Geldbedarf?
Er wächst durch die galoppierende Staatsverschuldung. Parallel zu ihr wächst die Geldmenge mit. Wachsende Schulden bezahlen Regierungen mit Frischgeld aus der Druckerpresse. Oder auch, indem sie (ungedeckte) Staatsanleihen emittieren.
Die Staaten werden als Bürgen immer unglaubwürdiger
Eben weil sie Geld drucken wie verrückt. Eben weil sie sich verschulden wie verrückt.
Sehen Sie sich doch mal diesen Irrsinn an:
Das G8-Land Japan hat bereits 170 % Staatsschulden. 70 % mehr Schulden, als sie erwirtschaften. Damit ist das Schuld-Einnahmen-Verhältnis zerrütteter als das des Deutschen Reiches vor der Hyper-Inflation! Das stört Japan aber nicht: Nippon beschließt munter ein Konjunktur-Programm in Höhe von 205 Mrd. US-Dollar! Alles gepumpt.
Also liebe MCProfit Leser,
2011 wird absolut spannend - stellen Sie sich für die Zukunft zumindest auf die MÖGLICHKEIT eines völlig veränderten (Wirtschafts)- Lebens – Szenarios ein.
Das Leben bieten ja –neben dem Materiellen- auch noch genügend andere Facetten.
Und auch in den größten Krisenzeiten wurde (gut) gelebt und gefeiert.
Außerdem:
Schauen Sie sich doch mal in Ruhe auf Lifenav um und nehmen so manche Erkenntnisse einiger „Vordenker“ (wie Marc Aurel, Goethe u.a. ) mit - oder lesen Sie z.B. mal die Charly Chaplin Rede in Ruhe durch!!, in der er über sein Leben philosophiert.
Sehr nützlich!
(auf Lifenav.de aber auch unten auch noch mal als Anhang)
Also:
„So wie es kommt, so ist es richtig“
In diesem Sinne ein gutes Jahr 2011
Euer McProfit
P.n.o
Texte auszugsweise von
Dr. Martin Weiss
Chefredakteur von „Sicheres Geld“ www.investor-verlag.de
P.S. Lesen Sie gern auch noch mal meinen Jahresausblick per Ende 2007, für 2008 , der sich (leider) in vollem Umfang bewahrheitet hat.
Vor 50 Jahren hielt Charly Chaplin zu seinem 70. Geburtstag folgende Rede, sehr kluge Worte und immer noch aktuell!!
Als ich mich selbst zu lieben begann …
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei
jeder Gelegenheit
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschah, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich „VERTRAUEN“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler
Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine
eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man „AUTHENTISCH
SEIN“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich nach einem anderen
Leben zu sehnen und konnte sehen,
dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit
zu berauben und ich habe aufgehört weiter grandiose
Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude
macht, was ich liebe und was mein Herz zum lachen
bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem
Tempo. Heute weiß ich, das nennt man „EHRLICHKEIT“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht
gesund für mich war, von Speisen, Menschen,
Dingen, Situationen und von Allem,
das mich immer wieder
hinunter zog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das "Gesunden
Egoismus", aber heute weiß ich das ist „SELBSTLIEBE“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer Recht haben zu
wollen, so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man
„DEMUT“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der
Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick
wo ALLES stattfindet, so lebe ich jeden Tag und nenne es
„BEWUSSTHEIT“.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte
anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute
„HERZENSWEISHEIT“.
Wir brauchen uns nicht weiter vor
Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und
anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal
aufeinander und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: „DAS IST DAS LEBEN“!
Charlie Chaplin
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Eintrag vom 02.11.2010 / 11.58
McProfit
Hört was die Ökonomie – EXPERTEN sagen und hört nicht auf die professionellen „ Schönredner“
Nicht nur Kenneth Rogoff, auch Nobelpreisträger Paul Krugmann warnt:“ Die Krise ist noch lange nicht vorbei!“
- trotz aller „ Jubelmeldungen „Wer behaupte, Deutschland sei raus aus der Krise, sei "völlig voreilig", so Krugmann
Aus: Spiegel online
„Er ist nicht irgendein Ökonom, sondern einer der renommiertesten der Welt. Bei einem Berlin-Besuch kritisiert der Nobelpreisträger Paul Krugman die deutsche Aufschwung-Rhetorik scharf - und warnt die Europäer: Die Krise ist noch lange nicht vorbei.
Krugman: Weltstar unter Ökonomen
Bereits mit seinem ersten Satz hat er das Publikum für sich gewonnen. Als ihn die Vorredner gelobt haben, hat Paul Krugman minutenlang an seinem Wasserglas herumgefingert. Jetzt steht endlich er, der Weltstar der Ökonomen, am Rednerpult. Der kleine Mann mit dem grauen Bart schaut hinauf in den großen Hörsaal. Kein Platz ist frei geblieben, die Studenten stehen auf den Stufen, ältere Zuhörer lehnen an der Wand. Und Krugman sagt: "An alle, die stehen: Setzen Sie sich lieber hin, es wird gleich ziemlich deprimierend."
Krugman ist nach Berlin gekommen, um über die Wirtschafts- und Finanzkrise zu reden. An der Freien Universität spricht er am Mittwoch über das mangelhafte Krisenmanagement, die seiner Meinung nach falsche Reaktion der Politik. Krugman ist Professor an der Eliteuniversität Princeton, Kolumnist in der "New York Times", Autor mehrerer Bestseller. Vor zwei Jahren hat er den Nobelpreis für Ökonomie gewonnen.
Angebot und Nachfrage stimmen an diesem Tag in Berlin-Dahlem. Um den Nobelpreisträger zu sehen, sind mehr als 600 gekommen, zu viele für den Hörsaal 1b in der Silberlaube, dem Hauptgebäude der Freien Universität. Eigentlich will Krugman über die Finanzpolitik der USA sprechen. Doch immer wieder warnt der 57-Jährige Europa und die Deutschen, dass man aus dem Gröbsten noch lange nicht raus sei. Wenn die Deutschen von einem Aufschwung sprechen, "dann ist das völlig voreilig", sagt Krugman.
Die Krise ist sein Lieblingsthema
Eine Viertelstunde, bevor er seine Schelte der westlichen Finanzpolitik beginnt, schleicht der Starökonom vor der Mensa umher, in seiner olivgrünen Regenjacke, über der Schulter baumelt ein Rucksack: Niemand erkennt den Nobelpreisträger. Krugman setzt sich an einen Tisch, klappt auf dem Schoß seinen Laptop auf und klickt sich durch eine Power-Point-Präsentation. Man sieht Balken, Säulen und eine Kurve, die am Ende steil nach unten fällt.
Sie ist Krugmans Thema Nummer eins. In seinen Kolumnen und auch nun in Berlin. Die Jacke ist ausgezogen, jetzt steht er im Anzug am Rednerpult. Er spricht über die verfehlte Fiskalpolitik der US-Regierung.
Er, der linksliberale Keynesianer, will eigentlich ein neues Konjunkturpaket, macht sich aber keine Illusionen über das politische Klima in diesem Herbst, in dem in den USA die Tea-Party-Bewegung gegen jeden zusätzlichen Dollar Ausgaben der Regierung Sturm läuft. Er sagt: "Ich erwarte nicht mehr, dass sich die Obama-Regierung bei der Finanzpolitik bewegt. Schon gar nicht nach den Wahlen im November."
Krugman vergleicht die aktuelle Wirtschaftskrise mit der US-Krise der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts (!) und der Japan-Krise der vergangenen neunziger Jahre. Diese brach 1992 aus, und mit der Deflation kämpfe Japan bis heute. Die aktuelle Wirtschaftskrise könne einen ähnlich langen Atem haben.
Deprimierende Aussichten
Das sind sie also, die deprimierenden Aussichten. Krugman verkündet sie unaufgeregt. Eine Stunde redet der Ökonom. Er steht ruhig am Pult, lehnt sich mit dem Ellenbogen auf, spricht frei und locker. Dramatische Handbewegungen? Fehlanzeige. Ein Manuskript? Nicht zu sehen. Entspannt spricht Krugman von der "dramatischsten Krise seit langem".
Schwieriges Verhältnis zu Deutschland
Dann geht es um Europa und Deutschland. Krugman passt es überhaupt nicht, dass hier schon ein Aufschwung gefeiert wird. Ja, Deutschland habe einige gute Quartalsbilanzen gehabt. Und ja, mit der Arbeitslosigkeit sehe es gut aus. Aber: Das Bruttoinlandsprodukt sei immer noch unter Vor-Krisen-Niveau. "Ich weiß nicht, woher das Wachstum langfristig kommen soll", sagt Krugman. Die Binnennachfrage werde vernachlässigt. Und damit es dem exportabhängigen Deutschland nachhaltig gutgehe, müsse es Europa gutgehen. Wer behaupte, Deutschland sei raus aus der Krise, sei "völlig voreilig".
Er verweist auf die "massiven Probleme in Europa", die Rekord-Arbeitslosigkeit in Spanien - und die Krise in Griechenland. Die ist für Krugman bei weitem nicht vorbei. "Ich sehe nicht, wie die ganze Griechenland-Sache funktionieren soll", sagt Krugman salopp. Die Verschuldung steige weiter. "Und Irland ist ja auch ziemlich heikel", schiebt er hinterher. Die Euro-Krise ist für ihn nicht abgewendet.
Deutschland spart zu viel
Krugman, der Euro und Deutschland - das ist ein schwieriges Verhältnis. Schon in den Vormonaten hatte der Ökonom die Europäer und vor allem die Bundesregierung gescholten. Deutschland konzentriere sich nur auf die Stärkung seines Exports, lasse die Nachbarn nicht genug teilhaben. Die Bundesregierung spare zu viel, und Bundesbank-Präsident Axel Weber denke nur an die Gefahr der Inflation - auch im Hörsaal der Freien Universität kriegt Weber seine Breitseite ab. Weber sehe nur die Gefahr einer Inflation, die aber gar nicht bestehe.
Am Schluss beantwortet Krugman Fragen aus dem Publikum.
Die Militärausgaben der USA? Ziemlich hoch, aber nicht das größte Problem. Der Handelskonflikt mit China? Darüber könnte er sich auslassen. Für seine Handelstheorie hat er den Nobelpreis gewonnen. Doch seine Fangemeinde in der ganzen Welt hat er, weil er komplizierte makroökonomische Zusammenhänge in kurze Sätze pressen kann. Er sagt ganz ruhig: "Ja, der wird sich verschärfen, sehr bald sogar."
Ich, McProfit meine, es ist schön, die Jubelmeldungen zur deutschen Wirtschaft zu vernehmen. Ich bin auch gern Optimist!
Man sollte aber auch mal hinter die Kulissen schauen und sacken lassen, was der „ Star Ökonom „ Krugmann hier von sich gegeben hat.
Und außerdem…das derzeit ca. 1/ 3 aller offenen Immobilienfonds ( ca 25 Milliarden Euro von insgesamt 88 Mrd. – meist Geld von Privatanleger) geschlossen sind, mehrere große offene Immobilienfonds in Deutschland bereits dicht gemacht bzw. aufgelöst wurden oder z.Zt. aufgelöst werden, scheint irgendwie bei den Jubelmeldungen unterzugehen.
Das neben den ganzen „einbetonierten“ faulen Privat Hypotheken aus der Subprime Krise auch Hunderte von Milliarden Dollar in – mit ( faulen ) Hypotheken unterlegten – Anleihen derzeit „ im Feuer“ sind, interessiert auch nicht so recht. Das sich bei den weltweiten Staatsverschuldungen nahezu aller Länder ( bis auf wenige Ausnehmen wie China) bis dato absolut NICHTS verbessert hat , wird wohl als „Normal“ angesehen.
Das die Banken einfach so weiter machen wie bisher interessiert auch keinen ( zur Finanzkrise: Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce, meinte Karl Marx – manchmal hatte auch der Recht )
Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum wurden gerade für Deutschland massiv angehoben aber Prognosen sind halt Prognosen und haben meist mit der realen Entwicklung nur wenig zu tun ( welche Wirtschafts- Prognosen sind schon letztlich wirklich eingetroffen?!)
Also, wie soll das alles zusammen passen?
Ich denke,, liebe McProfit Leser – nicht
„dusselig“ reden und nicht „einlullen“ lassen
Euer McProfit
P.N0.
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Eintrag vom 01.10.2010 / 12.05
Künstliche Intelligenz als „Taschenprofessor?! Und keine Wunder für die Wirtschaft erwarten!
Der US Ökonom Kenneth Rogoff überrascht immer wieder mit seiner Vorhersage von Übertreibungen in der Wirtschaft. Als ehemaliger Profi-Schachspieler glaubt er an die Zukunft künstlicher Intelligenz
Die Möglichkeiten für künstliche Intelligenz sind vielfältig, so Rogoff:
„ Strom-und Wassernetze sind erst der Anfang. Bald wird es Simultanübersetzungscomputer geben, in die man auf Deutsch spricht und aus denen perfektes Chinesisch kommt. Wenn man künftig bei einer Fluglinie anruft, wird man enttäuscht sein, einen Menschen in der Leitung zu haben“ erwartet Rogoff.
Der Berufsstand seines Vaters, Radiologe, könnte obsolet werden, wenn Computer Unregelmäßigkeiten in Röntgenbildern besser analysieren können als Menschen. Selbst als Wirtschaftsprofessor fühlt er sich nicht sicher:“ Später in diesem Jahrhundert kann man sich einen Taschenprofessor kaufen, vielleicht sogar mit einem holografischen Bild.
- so wie man sich heute Taschenschachcomputer holt.“
So lange es den „ Rogoff Nano“ aber nicht gibt, durchsucht er die Welt weiter nach Blasen, die eines Tages platzen können.“ Die größte „ Diesmal ist alles anders-Blase“ ist China“ findet Rogoff.“ Leute argumentieren ,dass die Planwirtschaft dort eine Krise umgehen kann, weil die Sparquote so hoch ist, weil es so viele Arbeitskräfte gibt, blablabla.
Aber ich sage: “Natürlich wird China eines Tages eine Krise haben“. Auch dort ,erwartet er ,wird die schuldengetriebene Immobilienblase platzen und die Wirtschaft mitreißen.
Der Harvard – Professor prognostiziert, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre das Wachstum dort auf 2 Prozent fällt und eine regionale Rezession auslösen wird, die auch die rohstoffexportierenden Länder Lateinamerikas befällt.
„ Wir werden lernen, wie wichtig China geworden ist“.
Rogoff sieht mehrere Jahre langsamen Wirtschaftswachstums in den USA voraus und warnt davor, die Wirtschaft durch die Aufnahme weiterer Schulden langfristig noch mehr zu belasten.“ Es wird einige Jahre dauern, bis der Finanzsektor wieder gesundet und die Wirtschaft aus dem Loch kriecht. Die Regierung kann sicherlich dabei helfen,
aber erwarten Sie keine Wunder“
Herzlichst Euer McProfit
PNO
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anton (17.07.2009 / 10:25): und weiter so anton (17.07.2009 / 10:25): war ein guter tip, danke anton1783 (06.05.2009 / 11:35): netter Blog
5 punkte lucius mcprofit (25.02.2009 / 10:00): gute tips shodan (28.10.2008 / 14:56): Optimismus und Realismus sollten sich ergänzen, nicht ausschließen. DAS IST WAHR
Weiter so ...
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