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Eintrag vom 02.08.2011 / 08.32 (1 Änderungen, zuletzt am 02.08.2011 / 08:32)
Meditation im Alltag kann helfen:
Wie Sie inmitten des Trubels zur inneren Ruhe finden können
Die Innere Mitte finden
Meditation hat mit „Mitte“ – lat. medium – zu tun. Nehmen Sie das wörtlich und suchen Sie Ihre Körpermitte: Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden, atmen Sie ruhig, aber bewusst und intensiv. Legen Sie Ihre Hände auf den Bauch und spüren Sie die Atembewegungen. Nach einigen Atemzügen legen Sie eine Hand unter, die andere auf den Bauch und entwickeln Sie ein Gefühl für Ihre „Mitte“. Die Inder nennen diesen Ort knapp unterhalb des Bauchnabels und die dort enthaltene Energie Hara. Verlagern Sie Ihr Bewusstsein heraus aus dem Kopf und hinein in diesen Hara-Raum. Denken Sie mindestens 10 Minuten lang an nichts anderes. Wenn die Gedanken kommen, lassen Sie sie mit Ihrem Atem in den Bauch wegfließen.
Körper-Meditation
Glückwunsch, das war bereits Ihre erste Meditation! Mehr ist nicht zu tun, im Gegenteil: Üben Sie jeden Tag, mit immer weniger Gedanken, Anstrengung und Absichten Ihre Mitte zu finden. Das geht im Liegen, im Sitzen auf dem Boden oder auf einem Stuhl. Finden Sie die Form, die Ihnen am angenehmsten ist. Tun Sie es an einem Ort, an dem Sie sich wohl fühlen. Fangen Sie klein an, 5 Minuten täglich und dann langsam verlängern – so lange, wie es Ihnen gut tut. Schließen Sie ab mit einem kleinen Ritual: Beten Sie ein Vaterunser oder sprechen Sie ein Bibelwort oder einen Sinnspruch, der Ihnen wichtig ist. Bekreuzigen Sie sich oder verbeugen Sie sich tief. Verabschieden Sie sich freundlich von Ihrem Meditationsort und Ihrer Meditationszeit.
Gegenständliche Meditation
Wenn Sie es schaffen, ohne Anstrengung und ohne schlechtes Gewissen jeden Tag Ihre innere Mitte zu finden, können Sie Ihre Meditationszeit mit Gedanken füllen. Suchen Sie sich einen Gegenstand aus der Natur (Stein, Blume, Feder usw.) oder ein Bild eines Künstlers, das Ihnen gut tut. Lassen Sie Ihre Gedanken dazu kommen, ohne sie zu beurteilen oder zu verurteilen. Öffnen Sie sich dem Gegenstand und Ihren Empfindungen dazu. Jedes Ding kann Sie in Ihre Mitte und in die Tiefe führen.
Mantra-Meditation
Beim Mantra-Gebet, das es in vielen Religionen gibt, wird unablässig ein Wort wiederholt. Im christlichen Glauben ist es der Name Jesu oder der Satz „Jesus Christus, Sohn Gottes – erbarme dich meiner“. Sprechen Sie es zunächst laut im Atemrhythmus (1. Hälfte beim Einatmen, 2. Hälfte beim Ausatmen), dann leise, bis es schließlich Ihr Körper selbst ist, der diese Worte atmend formuliert. Im 1. Teil schauen Sie absichtslos zu Jesus auf, im 2. Teil bekennen Sie Ihre eigene Hilfsbedürftigkeit und Leere. Das Jesusgebet hat den Vorteil, dass Sie es auch außerhalb Ihrer Meditationszeit praktizieren können, sogar während anderer Tätigkeiten: beim Zähneputzen, im Stau, beim Bügeln, vor dem Einschlafen, in schwierigen oder unangenehmen Situationen, bei Schmerzen. Diese Art von Meditation, die über die reine Meditationszeit hinausgeht, kann Ihren Verstand, Ihr Herz sowie Ihre Seele ganz ausfüllen und von innen her neu prägen. Für die Gebetslehrer der Ostkirche war und ist es die höchste Form des Glaubens.
Eine gute Einführung: Wolfram Nugel, "Alles in uns schweige". Das schönste Buch über das Jesusgebet: "Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers".
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
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Eintrag vom 12.05.2011 / 11.29 (2 Änderungen, zuletzt am 12.05.2011 / 11:30)
Glück lässt sich trainieren!Vielleicht auch lernen?!
Glückspilz-Training: Einfache Strategien für ein glücklicheres Leben
Per Zeitungsannonce suchte der britische Psychologe Richard Wiseman Pechvögel und Glückspilze, lud sie in sein Testlabor ein und ließ sie die Bilder in einer Zeitschrift zählen. Mitten in dem Magazin aber stand in großen Buchstaben: „Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie dem Versuchsleiter, dass Sie diesen Satz gefunden haben und kassieren Sie 100 Pfund.“ Von denen, die sich für Glückspilze hielten, entdeckten viele die Botschaft. Die selbsternannten Pechvögel sahen die Glücksnachricht bis auf wenige Ausnahmen nicht. Mit diesem und anderen Experimenten hat Wiseman herausgefunden, wie auch angeblich vom Unglück verfolgte Menschen ihr Glück finden können.
Maximieren Sie Ihre Zufalls-Chancen
Vielleicht haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis jemanden, der häufig in Preisausschreiben gewinnt. Fragen Sie ihn, wie oft er an solchen Preisrätseln teilnimmt – mit Sicherheit sehr viel öfter als Sie! Das ist noch ein eher harmloses Beispiel. Erfolgreiche Menschen sind meist extrovertiert, unterhalten sich häufig mit anderen und geben viel von sich preis.
simplify-Technik: Knüpfen Sie ein „Glücks-Netz“ und pflegen Sie Ihre Kontakte. Stellen Sie zu möglichst vielen Menschen solide, langfristige Bindungen her. Dass Sie auf einer Party von einem wildfremden Talentsucher entdeckt werden, ist unwahrscheinlich. Derjenige, der Ihnen eines Tages zu Ihrem Traumberuf verhelfen kann, ist immer jemand, den Sie schon länger kennen (bei dem Wort „Traumberuf“ ungläubig abzuwinken ist übrigens typisches Pechvogel-Verhalten).
Bleiben Sie offen für Überraschungen
Sie erkennen mögliche Chancen besser, wenn Sie locker bleiben und nicht zu verbissen an Ihren Zielen festhalten. Glückspilze berichten immer wieder, wie sie die entscheidende Gelegenheit zufällig am schwarzen Brett entdeckten oder im Internet darauf stießen.
simplify-Technik: Erinnern Sie sich an eine verpasste Chance. Drehen Sie in Gedanken die Uhr zurück und malen Sie sich den Verlauf der Szene anders aus. Sie werden sehen: So groß ist der Unterschied gar nicht. Neugier, Gelassenheit und Mut sind wichtige Zutaten Ihrer möglichen Karriere als Glückspilz.
Vertrauen Sie Ihrer Intuition
Wagen Sie es, Entschlüsse „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Erinnern Sie sich an eine schlimme falsche Entscheidung. Meist hatten Sie damals spontan den richtigen Riecher, ließen sich aber durch Nachdenken oder Überredung zu einem Fehler verleiten. Lernen Sie daraus. Sagen Sie jetzt zu der inneren Stimme Ihres Unbewussten: „Danke. Das nächste Mal höre ich auf dich!“
simplify-Technik: Stellen Sie sich bei kniffligen Entscheidungen einen weisen alten Mann (oder eine weise Frau) vor und halten Sie ein vertrauliches Zwiegespräch. Auf den Rat des/der Alten können Sie sich verlassen!
Rechnen Sie mit einer guten Zukunft
Gegen diesen Rat verstößt Deutschland zurzeit kollektiv. Lassen Sie sich nicht anstecken, sondern machen Sie sich klar: Jede Wahrnehmung ist selektiv, jede Analyse und jede Prognose erfassen stets nur einen Ausschnitt. Trennen Sie deutlich: Wissen Sie aus eigener Empfindung, dass es Ihnen schlechter geht, oder beruhen diese Empfindungen auf den Meldungen der Medien? Hüten Sie sich vor den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Zufriedenheit ist – völlig unabhängig von Geld – auch im wirtschaftlichen Niedergang möglich.
simplify-Technik: Rechnen Sie nicht in relativen Zahlen („Ich kann mir nur halb so viel leisten wie mein Nachbar“), sondern in absoluten („Ich leiste mir einen Wein für 15 €“). Glückspilze, so Wiseman, vergleichen nicht, sondern genießen.
Verwandeln Sie Unglück in Glück
Auch die größte Katastrophe enthält ein Quäntchen Glück, so wie jede Idylle etwas Negatives enthält. „Das Beste daraus zu machen“ ist die herausragende Fähigkeit der Glücksmenschen.
simplify-Technik: Üben Sie diese Sichtweise in harmlosen Situationen. Beispiel: Sie haben sich im Supermarkt an die langsamste Warteschlange angestellt – dann unterhalten Sie sich freundlich mit der Person vor oder hinter sich. Sagen Sie sich, dass dieses Gespräch nur möglich wurde durch Ihr Pech, in der „falschen“ Reihe zu stehen.
Grübeln Sie nicht über vergangenes Pech
Leichter gesagt als getan! Wenn Ihre Gedanken zurückschweifen („Hätte ich doch damals bloß nicht …“), dann zwingen Sie sich aber wenigstens dazu, aus dem damals passierten Fehler zu lernen. Formulieren Sie „goldene Sätze“ für sich, was Sie in Zukunft in einer ähnlichen Situation tun werden. Beugen Sie zukünftigem Pech aktiv und bewusst vor.
simplify-Technik: Denken Sie an die berühmte Geschichte des IBM-Managers, dessen Unternehmen durch seine falsche Entscheidung 2 Millionen Dollar verlor. Er ging zum Chef und bat um seine Entlassung. Der rief: „Sind Sie wahnsinnig? Gerade haben wir 2 Millionen Dollar in Ihre Ausbildung investiert!“
Wenn Sie intensiver einsteigen wollen: Richard Wiseman, "So machen Sie Ihr Glück".
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Auszug aus simplify.
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Eintrag vom 05.05.2011 / 09.41 (1 Änderungen, zuletzt am 05.05.2011 / 09:41)
Lernen will gelernt sein
ich selbst bilde mich nebenbei gerade weiter. Das heißt, ich muss mich nach langer Pause wieder mit der Frage beschäftigen: Wie führe ich mir am leichtesten die neuen Inhalte zu? Eine Freundin von mir macht ebenfalls eine Ausbildung und stöhnt: "Die ganzen Fachbegriffe! Ich weiß nicht, wie ich das jemals lernen soll!"
Der Marktplatz Lernen hat sich dramatisch verändert. Gelernt wird in Zukunft immer und überall: von frühester Kindheit an, im Beruf, in der Freizeit (auch simplify aktuell „bringt Ihnen etwas bei"), ja sogar im Ruhestand. Der Engländer Colin Rose und der Amerikaner Malcolm J. Nicholl haben ein System entwickelt, in dem alle Erkenntnisse der bisherigen Lernforschung zu einem praktikablen Ablauf verarbeitet wurden. Er besteht aus 6 Schritten („M.A.S.T.E.R."), die wir Ihnen in der heutigen Ausgabe vorstellen.
Nun geht's aber los! Viel Erfolg beim Lernen!
Ihre
Dunja Herrmann
M.A.S.T.E.R.-Lernen: Die optimale und leichte Methode
M: Mentale Einstimmung (Wollen)
Um etwas lernen zu können, müssen Sie sich in einem kreativen Bewusstseinszustand befinden - entspannt, voller Selbstvertrauen und motiviert. Die Hauptaufgabe eines guten Lehrers ist es, diese 3 Voraussetzungen zu schaffen:
1. Den Lernenden eine angstfreie, entspannte Atmosphäre bieten, in der auch den Schwächeren und Langsameren von vornherein Möglichkeiten zum Aufholen eingeräumt werden.
2. Allen Lernenden mit ehrlicher Überzeugung den Erfolg zutrauen. Im Mittelalter (in pädagogischer Hinsicht sonst keine vorbildliche Zeit) verbeugte sich der Lehrer zu Unterrichtsbeginn vor den Schülern, weil er in ihnen die zukünftigen Doktoren und Führungskräfte sah. Wenn Sie Lehrer für Jugendliche sind, tun Sie das wenigstens innerlich vor jeder Unterrichtsstunde. Es wird Sie verwandeln.
3. Den Lernenden eine Vision eröffnen, wozu die Lerninhalte sie befähigen werden. Ihnen Lust machen, Zeit und Energie dafür aufzuwenden - die größte Schwachstelle im Lernstoff-orientierten Schulsystem. Aber wenn dieser Schritt gelingt, geht der Rest von allein, Disziplinprobleme verringern sich.
A: Aufnehmen der Lerninhalte (Wissen)
Nehmen Sie die Fakten so in sich auf, wie es Ihrer persönlichen Vorliebe entspricht: allein, in der Gruppe, durch Hören, durch Lesen, durch Selbermachen, durch Medien. Die Aufgabe des Lehrers ist es, ein breites Spektrum möglicher Lerntechniken anzubieten. Er sollte auf dem Ergebnis bestehen - aber nicht darauf, wie es erreicht wird. Die meisten Menschen nutzen alle Lernformen, haben aber einen Hang zu einem dieser 3 Lerntypen:
1. Visuell (Lernen durch Bilder, Videos, Diagramme). Dieser Lerntyp sollte bei Vorträgen immer mitschreiben und Skizzen oder Mindmaps malen. Visuelle Menschen müssen selbst etwas lesen, ihnen vorzulesen nützt wenig.
2. Akustisch (Lernen durch CDs, Vorträge, Diskussionen, Gesprächsgruppen). simplify-Tipps für diesen Typ: Merksätze zu Melodien singen, Gelerntes an deren erzählen (notfalls dem Hund!), Lerninhalte in selbst erfundene Geschichten einbinden. Akustische Typen lieben theatralische Gesten und Selbstgespräche - beides gute Lernhilfen.
3. Kinästhetisch (Lernen durch Berühren, Bauen, Tanzen, Erleben). Extra-Tipps: schwierige Begriffe aus Knetmasse formen, Ereignisse mit Legofiguren nachstellen, Lernstoffe beim Spazierengehen memorieren, Lernkarten 3-dimensional auf dem Tisch verteilen. Kinästhetische Typen legen Wert auf angenehme Materialien und Gerüche - ein Buch auf unsympathischem Papier kann für sie bereits eine Lernblockade sein.
S: Sinn und Bedeutung suchen (Verstehen)
Wenn Sie Fakten kennen und in einem Test wiedergeben können, ist damit noch lange nicht bewiesen, dass Sie das Thema verstanden haben. Sie können wissen, dass 1789 die Französische Revolution stattfand. Um aber zu verstehen, warum sie so wichtig war für Europas Geschichte, müssen Sie sich in einen Dschungel von Informationen begeben und alle 8 Arten von Intelligenz benutzen. Testen Sie sich: Wenn mindestens 2 der 4 pro Intelligenzart vorgestellten Eigenschaften (siehe simplify Allgemeinwissen oben) auf Sie zutreffen, sind Sie „dabei".
T: Treibstoff fürs Gehirn (Behalten)
Auch Inhalte, die Sie vollkommen verstanden haben, werden Sie wieder vergessen, wenn Sie Ihrem Gehirn nicht Hilfen geben, um das Gelernte dauerhaft abzuspeichern. Bewährte Lerntipps:
Lernkarten (flash cards): ideal nicht nur zum Wörterlernen (Vorderseite: deutsches Wort, Rückseite: lateinisches Wort), sondern für praktisch alle Inhalte. Z. B. vorne: „Die Nornen", hinten: „Urd (Vergangenheit), Verdandi (Gegenwart), Skuld (Zukunft)."
Akronyme (die Buchstaben einer Abkürzung ergeben selbst wieder ein Wort): die 4 Stimmlagen eines Chors lassen sich merken mit STAB (Sopran, Tenor, Alt, Bass).
Trio: Fassen Sie Ihren Lernstoff in Form eines Mindmaps oder einer Liste mit kleinen Symbolen zusammen. Sehen Sie sich Ihre Notizen 2 Minuten lang an, legen Sie sie weg und schreiben sie sie aus dem Gedächtnis noch einmal auf. Vergleichen Sie Ihre beiden Aufzeichnungen. Wenn Sie etwas vergessen oder falsch hatten, wird es Ihnen gleich auffallen. Erstellen Sie aus dem Gedächtnis eine 3. Kopie. Den so erarbeiteten und getesteten Lernstoff haben Sie "fotografisch" im Gedächtnis.
E: Einsatz des Gelernten (Anwenden)
Ob Sie etwas wirklich verstanden und behalten haben, zeigt sich erst im harten Alltag: wenn Sie eine Fremdsprache sprechen, eine Software anwenden oder jemand anderen unterrichten. Falls Sie nach dem Lernvorgang keine Gelegenheiten zum praktischen Einsatz haben, müssen Sie sich welche schaffen, sonst war alles für die Katz.
R: Reflexion über das Lernen (Optimieren)
Während Punkt E eine Reflexion der Lerninhalte ist, kommt es im letzten Schritt auf eine Reflexion Ihrer Lernmethoden an: Wo und wie haben Sie besonders gut gelernt? Welche Schritte können Sie das nächste Mal getrost weglassen? Dadurch optimieren Sie Ihr eigenes Lernvermögen, und es geschieht eines der größten Wunder Ihres Gehirns: Es verbessert sich selbst. Ihr Lernvermögen lernt!
Für jeden Lehrer (von denen der staatlichen Schulen bis zu Nachhilfelehrern und Erwachsenenentrainern) und jeden Lernenden wärmstens empfohlen: Colin Rose und Malcolm Nicholl, "Master-Learning".
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Auszug aus simplify
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Eintrag vom 06.04.2011 / 15.47 (2 Änderungen, zuletzt am 06.04.2011 / 15:48)
Ein Denker versteht sich darauf, die Dinge einfacher zu nehmen, als sie sind.
Wie Kühe auf der Wiese: Lebensregeln eines großen Denkers
Das einzig gute Motiv zum Handeln ist das Gute
Die meisten Menschen glauben, Geld oder Macht bewegten die Welt. Setzen Sie wie Nietzsche auf einer tieferen Ebene an: Geben Sie dem Guten Priorität. Fragen Sie bei einer Sache immer, was Positives in ihr steckt. Das wird Ihnen Kraft zum Handeln geben. Nietzsche-Einsicht Nr. 1: Wer seine Laterne anzündet, um vollkommene Menschen zu finden, der achte auf dies Merkmal: Es sind die, welche immer um des Guten willen handeln und dabei immer das Schöne erreichen, ohne daran zu denken.
Halten Sie sich nicht für unersetzlich
Ob im Haushalt, am Arbeitsplatz oder im Kreis Ihrer Freunde und Bekannten: Es muss und darf auch ohne Sie gehen. Schaffen Sie durchsichtige Strukturen, indem Sie Schränke, Schachteln, Ordner gut lesbar beschriften. Weihen Sie andere Familienmitglieder in Vorgänge ein, die Sie bisher völlig allein bewältigt haben. Hängen Sie Bedienungsanleitungen auf: So funktioniert die Heizung, so die Espressomaschine. Goldene Nietzsche-Einsicht Nr. 2: Sich überflüssig machen, das ist der Ruhm aller Großen.
Die besten Dinge sind lässig
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Nietzsche-Einsicht Nr. 3: Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese. Schreiben Sie die Dinge in Ihrem Leben auf, die etwas Lässiges an sich haben - 1 Woche lang, jeden Abend. Ins Tagebuch, ins Zeitplanbuch oder in eine Computerdatei: GuteLaune.doc wäre ein schöner Name!
Wer nicht mit Ihnen einverstanden ist, bringt Sie weiter
Ein souveräner Denker hat Spaß an geistigen Auseinandersetzungen. Gegensätzliche Meinungen sind ihm willkommen und beflügeln seinen Geist. Profitieren Sie von Andersdenkenden. Nietzsche-Einsicht Nr. 4: Ah! Wie es mich anwidert, einem anderen die eigenen Gedanken aufzudrängen! Wie ich mich über jede Stimmung in mir freue, bei der die Gedanken anderer gegen meine eigenen zu Recht kommen!
Erlauben Sie sich, Ihre Meinung zu revidieren
Nur Dumme ändern ihre Meinung nie. Die stecken in einem Gesinnungskorsett fest. Ein freier Geist gewinnt täglich an Einsichten dazu und kann sich „häuten". Nietzsche-Einsicht Nr. 5: Die Schlange, welche sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln. Sie hören auf, Geist zu sein.
Suchen Sie sich einen Mentor, aber einen guten
Nietzsche-Einsicht Nr. 6: Anstatt über die Defizite des Elternhauses zu jammern, sollten Sie als Erwachsene/r für sich selbst sorgen und nach einer kompetenten Person suchen, die Ratgeber und Vorbild zugleich ist: Wenn man keinen guten Vater hat, so soll man sich einen anschaffen. Nietzsches einfacher Test, wie Sie einen guten Mentor von einem selbst ernannten Möchtegern-Coach unterscheiden: Zur Humanität eines Meisters gehört, seine Schüler vor sich zu warnen. Haben Sie keine Scheu, über Ihren Meister hinauszuwachsen. Es hilft nichts: Jeder Meister hat nur einen wahren Schüler, und der wird ihm untreu. Denn auch er ist zur Meisterschaft bestimmt.
Der Weg als Lebensziel
Sie können noch so viele Tipps lesen und Einsichten anderer studieren - niemand kann es Ihnen abnehmen, dass Sie Ihr eigenes Leben leben. Nietzsche-Einsicht Nr. 7: Es gibt in der Welt einen einzigen Weg, auf welchem niemand gehen kann außer dir. Wohin er führt? Frage nicht, gehe ihn.
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
Auszug:
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Eintrag vom 25.03.2011 / 08.55 (1 Änderungen, zuletzt am 25.03.2011 / 08:55)
Von Frauen, Männern und Paaren
eine Bekannte berichtete mir, dass sie gerade das Buch "Lob der Vernunftehe" des Psychologen und Paartherapeuten Dr. Arnold Retzer lese und sehr dankbar darüber sei. Gerade wer in einer langjährigen Beziehung steckt, fragt sich oft: Wo ist die Liebe hin? Was geben wir uns noch? Der ärgste Feind einer Beziehung ist nicht etwa der Streit, sondern die Gleichgültigkeit. Werner Tiki Küstenmacher gibt Ihnen heute 3 simplify-Tipps zum Gegensteuern, inspiriert durch Ratschläge des erfolgreichen amerikanischen Fernsehpsychologen Dr. Phil McGraw.
So halten Sie Ihre Beziehung lebendig
Was der amerikanische Psychologe Dr. Phil McGraw dazu rät:
1. Erweitern Sie Ihr Gesten-Repertoire
Gleichgültigkeitsfalle: „Mein Mann/meine Frau kann sich echt nicht beklagen – was ich tue, tue ich doch ohnehin für ihn/sie.“ Die Folge: Der Partner/die Partnerin fühlt sich zu wenig beachtet. simplify-Tipp: Überlegen Sie sich jeden Morgen eine Geste, mit der Sie Ihrem Mann/Ihrer Frau im Laufe des Tages eine Extra-Aufmerksamkeit schenken. Beispiele: Öffnen Sie morgens nach dem Weggehen noch einmal die Haustür, und sagen Sie: „Ich freue mich auf heute Abend!“ Rufen Sie untertags an: „Wie war’s beim Zahnarzt?“ Putzen Sie die Schuhe Ihres Partners einfach mit. Räumen Sie die Flurgarderobe auf, die Ihre Partnerin schon seit Tagen nervt. Im Laufe der Zeit werden Ihnen immer mehr Gesten auch spontan einfallen.
2. Übernehmen Sie Verantwortung
Gleichgültigkeitsfalle: „Es liegt in der Natur der Dinge, dass eine Partnerschaft im Laufe der Zeit an Reiz verliert.“ Die Folge: Die eigene Unzufriedenheit wächst. simplify-Tipp: Schreiben Sie für sich auf, was Ihnen an Ihrer Partnerschaft bzw. Ihrem Partner/Ihrer Partnerin derzeit nicht gefällt: „1. Wir reden zu viel über die Arbeit. 2. Wir haben zu wenig Sex. 3. Mein Partner spielt meine Knieprobleme herunter ...“ Verwandeln Sie dann Ihre Mäkelliste in eine To-do-Liste: Notieren Sie für jeden Punkt mindestens 2 Ideen, was Sie selbst tun können: „1. Ich nehme keine Arbeit mehr mit nach Hause. Ich halte mich politisch stärker auf dem Laufenden ...“ Verändern Sie Ihr eigenes Verhalten. Möglicherweise erledigt sich das Problem dadurch schon, und Sie brauchen gar kein „Krisengespräch“.
3. Pflegen Sie Partner-Freundschaft
Gleichgültigkeitsfalle: „Was mir mein Partner nicht (mehr) geben kann, das hole ich mir von meinen Freunden/Freundinnen.“ Die Folge: Andere Beziehungen werden immer wichtiger, die Partnerschaft dagegen verkümmert. simplify-Tipp: Sprechen Sie miteinander darüber, was Ihnen jeweils am Beisammensein mit Ihren engen Freunden bzw. Freundinnen so gut tut, z. B.: „Ich genieße es, dass ich beim Essengehen mit Claudia oft so richtig lachen kann“, „... dass ich Stefan jederzeit anrufen kann, wenn ich ein Problem habe“, „... dass ich mit Thomas auf den Berg steigen kann, ohne ein Wort zu reden“ etc.
Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie wertvolle Elemente aus Ihren Freundschaften in Ihre Partnerschaft integrieren können. Vielleicht können Sie mit Ihrem Mann so richtig lachen, wenn Sie zusammen ein Kabarett besuchen bzw. im Fernsehen anschauen. Oder mit Ihrer Frau wortlos etwas Schönes genießen, wenn Sie abends daheim eine schöne Musik anhören oder im Sommer im See miteinander schwimmen.
Wer frisch verliebt ist, möchte meist „alles“ vom anderen wissen. Im Laufe einer langjährigen Partnerschaft stellt sich dann das Gefühl ein, den eigenen Mann/die eigene Frau in- und auswendig zu kennen. Aber Achtung: Vielleicht hat sich Ihr Partner in manchen Punkten verändert – und Sie haben es gar nicht mitbekommen!
simplify-Tipp: Nehmen Sie die unten stehenden 10 Fragen als Anstöße, um wieder neugierig aufeinander zu werden. Am besten beantworten Sie die Fragen erst für sich selbst und stellen sie dann Ihrem Partner. Überraschungen nicht ausgeschlossen!
Welche 3 Menschen sind für meinen Partner außerhalb der Familie am wichtigsten?
Wofür hätte er gern mehr Zeit?
Was möchte er in seinem Leben noch unbedingt erleben?
Wovor hat er am meisten Angst?
Was an seiner Arbeit gefällt meinem Partner, was nicht?
Welche beruflichen Ziele hat er?
Was ist für ihn im Urlaub am wichtigsten?
Mit welchen Aspekten seines Aussehens ist er unzufrieden?
Wo steht er heute politisch?
Welche Bedeutung hat für ihn der Glaube?
Auszug:
Autor: Werner Tiki Küstenmacher
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shodan (02.02.2009 / 16:36): netter Blog sven001 (29.03.2008 / 18:37): wie war
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