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Sorgen, Probleme, Nöte?
An dieser Stelle könnt Ihr Eure Fragen an die professionellen Berater
von Psychoquest.de stellen. |
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| Frage: Torschlusspanik vor der Ehe
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Frage gestellt am: 25.11.2008 / 09:02 von sternchen25 |
Hallo,
mein Freund und ich wollen in nächster Zeit heiraten.
Es war unser beider Wunsch, wir sind auch schon 5 Jahre zusammen. Nur habe ich das Gefühl, dass nun kurz vor dem Termin bei ihm doch noch Angst aufkommt. Er ist gereizt, bricht dauernd einen STreit nach dem anderen vom Zaun.
So bin ich total verunsichert, ob ich das alles auch wirklich noch will. Hört das nach dem Termin auf oder wird es dann noch weitergehen, weil er jetzt meint, mich sicher zu haben?
Meine Freude auf die Hochzeit wird mir ganz schön vermiest im Moment! |
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| Antwort vom 25.11.2008 / 13:06
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Berater: Eva Leibrich Beraterprofil anzeigen |
Liebes Sternchen25,
zunächst wäre es wichtig herauszufinden, ob - und wenn ja, wovor Ihr Freund wirklich Angst hat. Möglicherweise hat seine Gereiztheit ja auch gar nichts mit der bevorstehenden Hochzeit zu tun bzw. nur indirekt? Steht Ihr Freund vielleicht gerade beruflich unter Stress? Gibt es momentan finanzielle Sorgen, oder könnten diese in absehbarer Zeit auf Sie beide zukommen? Haben Sie beide Kinderwunsch? Wie sieht Ihre Wohnsituation aus?
Es gibt noch sehr viele Fragen die gestellt werden könnten und müssten, um genau ergründen zu können, was das vermeintlich veränderte Verhalten Ihres Freundes ausgelöst hat.
Für sehr viele Menschen ist die Ehe, sei es aus religiösen, oder ethischen Gründen etwas endgültiges - etwas, dass für immer bestand haben soll. Dies ist auch wünschenswert und anzustreben, jedoch wirft dies auch Fragen auf, die man sich oftmals erst kurz vor diesem wichtigen Schritt ganz bewusst stellt. Werde ich meinem Partner in allen Lebensbereichen genügen? Werden wir Probleme des Alltags gemeinsam lösen können? Werde ich meine Familie ernähren können? ...
Eine Ehe bedeutet nicht zu letzt für sich, aber auch für den Partner, die Kinder, Verantwortung zu übernehmen.
Wie ich Ihrer Fragestellung entnehmen konnte, hat das Verhalten Ihres Freundes auch bei Ihnen eine Unsicherheit ausgelöst, denn Sie haben Bedenken, dass sein Verhalten sich nach der Trauung nicht ändern könnte.
Auch stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie „DAS ALLES“ noch wollen. An dieser Stelle sollte natürlich auch hinterfragt werden, ob Ihre Bedenken mit dem jetzigen Verhalten Ihres Freundes zusammenhängen, oder ob sie im Allgemeinen Ihre Beziehung in Frage stellen.
Da Sie beide den Wunsch hatten zu heiraten nehme ich an, dass Sie auch gemeinsam über Vorstellungen und Wünsche, die Ihre gemeinsame Zukunft betreffen, gesprochen haben und weil Sie beide auch schon seit 5 Jahren eine Beziehung führen, kann man auch nicht von eine überstürzten Eheschließung reden.
Mit meiner Antwort will ich Sie keines Falls noch mehr verunsichern, vielmehr möchte ich Ihnen Aufzeigen, das sowohl bei Ihrem Partner, als auch bei Ihnen Unsicherheiten aufgetreten sind.
Doch diese Unsicherheiten sollten Sie nicht zwingend negativ einordnen, denn sie zeigen auch, dass Sie beide nicht leichtfertig diese Bindung eingehen wollen. Sehen Sie dies bitte auch als Chance, diese Bedenken und Unsicherheiten vor der Eheschließung ausräumen zu können und unbeschwert in eine gemeinsame Zukunft blicken zu können!!!
Wenn Ihnen beiden bewusst ist, dass die wichtigsten Pfeiler einer dauerhaften, glücklichen Ehe Liebe, Respekt, Achtung, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis sind, werden Sie diesen Schritt ohne innere Zweifel tun können.
Ich rate Ihnen zu einem offenen Gespräch mit Ihrem Freund, dass Sie vorzugsweise auf „neutralem Boden“ führen sollten. Vielleicht gönnen Sie sich einen gemütlichen Abend in einem netten Restaurant oder einem kleinem Cafe!? In einer unbeschwerten Atmosphäre lässt es sich meistens viel einfacher und ungezwungener reden. Man verspürt nicht so viel Druck und bekommt meistens auch einen ganz anderen Blick für die Dinge. Es wäre sehr von Vorteil, wenn auch Sie über Ihre Befürchtungen offen reden und es vermeiden, Ihrem Freund Vorwürfe zu machen. Fragen Sie Ihn ganz konkret, welche Gedanken oder Sorgen Ihn zurzeit vielleicht beschäftigen! Wenn auch Sie Ihm deutlich machen, dass auch Sie nicht frei von Unsicherheiten sind - ohne die ganze Beziehung in Frage zu stellen - wird es Ihnen sicher auch gelingen, Probleme oder Missverständnisse aus dem Weg zu räumen!
Lassen Sie sich die Vorfreude auf die Hochzeit nicht vermiesen – bringen Sie Klarheit in Ihre
Gedanken und Gefühle!!!
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen und stehe Ihnen gern für eventuelle Nachfragen zur Verfügung! Natürlich können Sie mich bei Bedarf auch telefonisch erreichen!
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Beziehung alles erdenklich Gute!!!
Ihre Eva Leibrich
(psychologische Beraterin)
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