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Die Suche nach dem Glück ist heute so aktuell wie vor Tausenden von Jahren. Daher finden sich hier Aussprüche von Philosophen und weisen Menschen von der Antike bis heute, sowie Aussagen, die verschiedene Kulturen und Länder über die Jahre hinweg prägen.
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| PERSÖNLICHE KRISEN BEWÄLTIGEN |
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Eintrag vom 11.02.2008 / 17:20 (x geändert, zuletzt am )
"Bemühe dich, deiner Krise zu begegnen, bevor sie dich überfällt."
Pavel Kosorin
Krisen sind Lebenssituationen, die nicht so häufig vorkommen. Man kann ihnen daher nicht mit Standardlösungen begegnen. Krisen entstehen durch unterschiedliche Situationen wie z. B. den Verlust des Arbeitsplatzes, eine Scheidung oder auch finanzielle Probleme. Einige Trainerkollegen führen bei Krisen den Standardspruch an "Man soll die Krise als Chance sehen, da im Chinesischen Krise sowohl Untergang als auch Chance bedeutet." Wenn man sich gerade in einer Krise befindet hilft dieser Standardspruch oft weniger, da er keine unmittelbare Lösung anbietet.
Persönliche Krisen gehen mit starken Emotionen einher und können große persönliche Veränderungen auslösen. Die Art und Weise, wie man die Krise bewältigt, hat Einfluss auf den Ausgang der Krise.
Was hilft bei einer erfolgreichen Krisenbewältigung?
1. Bauen Sie ein Unterstützungssystem auf
Holen Sie sich aktiv Unterstützung von Freunden, Verwandten, Bekannten oder Arbeitskollegen. Am ungünstigsten ist es, sich zu Hause einzuigeln und selbst zu bemitleiden. Treffen Sie sich regelmäßig mit Ihnen positiv gesonnenen Menschen und tauschen Sie sich über Ihre Situation und mögliche Bewältigungen aus. Das Reden über die aktuellen Probleme schafft eine Erleichterung. Meiden Sie Menschen, die das Leben negativ sehen.
2. Geben Sie Ihren Emotionen einen Raum
Sie werden sich jetzt fragen, warum Sie Ihren Emotionen Raum geben sollen, wenn Sie gerade diese nicht fühlen möchten. Sich Zeit zu nehmen, um im stillen Kämmerlein Gefühle wie Ärger, Trauer, Angst oder Wut bewusst wahrzunehmen, kann helfen, die emotionale Situation in der Krise besser zu bewältigen. Der Ausdruck von Emotionen fördert die Selbstheilungskräfte Ihrer Person. Ausdrücken heißt nicht, es gegen andere Personen zu richten, sondern sich einfach eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um wahrzunehmen wie es Ihnen geht. Manchmal können Tränen heilend sein. Versuchen Sie, die Situation zunächst mehr und mehr zu akzeptieren, wenn Sie sie verändern können.
3. Sorgen Sie gut für sich
Gerade in Krisensituationen sollten Sie gut für sich sorgen. Hier können Dinge helfen wie Sport, Entspannung, Massagen, Saunagänge, Spaziergänge usw..
Überlegen Sie sich, was Ihnen auch sonst gut tut und sorgen Sie aktiv für Ihr Wohlergehen. Auch ein Urlaub kann helfen, die Krise mit neuen Augen zu sehen.
Überlegen Sie sich jeden Tag, was Sie für sich tun können.
4. Akzeptieren Sie vorübergehende, negative Begleiterscheinungen
Krisen bedeuten einen enormen Stress. In diesem Fall können sich Begleiterscheinungen wie Essstörungen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Schlafstörungen usw. einstellen. Wenn sich dies nach einer gewissen Zeit nicht wieder normalisiert, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Manchmal schleichen sich auch schlechte Gewohnheiten ein wie starkes Rauchen, Unpünktlichkeit, ungepflegtes Äußeres etc.. Natürlich sollten Sie längerfristig diese negativen Angewohnheiten in den Griff bekommen, jedoch gehören diese Dinge zur Krise dazu. Akzeptieren Sie diese vorübergehend, solange sie nicht wirklich schädlich sind wie z.B. Drogenkonsum. Wenn die Krise abklingt, sollten Sie diese Begleiterscheinungen angehen.
5. Nutzen Sie professionelle Hilfe
Es gibt Personen, die Ihnen professionelle Hilfe anbieten können und entsprechend ausgebildet sind. Hierzu gehören Coaches, Berater, Beratungsstellen usw.. Auch Selbsthilfegruppen können für die Krisebewältigung helfen. Nehmen Sie diese Hilfe an. Auch Seminare zu bestimmten Themen können helfen. Das Lesen von Büchern zu dem Krisenthema kann auch in der Auseinandersetzung mit der Krise hilfreich sein.
6. Versuchen Sie, längerfristig Chancen zu sehen
Jetzt kommen wir an einen heiklen Punkt. Natürlich kann man mitten in der Krise nicht immer an einen positiven Ausgang glauben. Das ist verständlich und auch menschlich. Wenn Sie jedoch auch nur die geringste Chance in der Krise sehen, kann Ihnen das Kraft und Mut geben. Eine Krise in der Partnerschaft bietet Ihnen die Chance, Ihre Partnerschaft zu verbessern und neu zu beleben. Eine Scheidung ermöglicht es Ihnen, einen neuen, besser harmonierenden Partner zu finden. Der Verlust des Arbeitsplatzes beinhaltet auch die Chance, einen neuen, vielleicht sogar besseren, Arbeitsplatz zu finden. Ein schlechtes Geschäftjahr im Unternehmen schafft die Möglichkeit, das Unternehmen besser aufzustellen. Zugegeben, vielleicht kann man nicht in jeder Krisensituation auch eine Chance sehen. Dann reicht es auch aus, diese Situation einfach zu akzeptieren. Wenn Sie jedoch auch das Positive in der Krise sehen, können Sie daraus Kraft und Zuversicht gewinnen. Religiösen Menschen hilft das Beten zu Gott in Krisensituationen. Das Glauben an eine Kraft, die stärker ist, als man selbst, kann Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft geben. Versuchen Sie, eine positive Einstellung zu Ihrer Zukunft zu bekommen. Nach jedem Regen kommt auch wieder die Sonne.
7. Erinnern Sie sich, wie Sie in der Vergangenheit Krisen bewältigt haben
Die meisten Menschen haben bereits in der Vergangenheit Krisen bewältigt. Überlegen Sie sich, was damals geholfen hat. Dies kann Ihnen helfen, die aktuelle Situation zu bewältigen. Was hat Ihnen in vergangenen Krisen Kraft und Energie gegeben?
Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting |
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