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Die Suche nach dem Glück ist heute so aktuell wie vor Tausenden von Jahren. Daher finden sich hier Aussprüche von Philosophen und weisen Menschen von der Antike bis heute, sowie Aussagen, die verschiedene Kulturen und Länder über die Jahre hinweg prägen.
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| DIE MACHT DES OPTIMISMUS |
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Eintrag vom 11.02.2008 / 17:20 (x geändert, zuletzt am )
Fest daran glauben, dass Pläne gelingen, Vorsätze eingelöst, überwunden werden. Und selbst wenn es dann anders kommt, gerade wenn es anders kommt, haben die Zuversichtlichen eine Macht auf ihrer Seite: einen Lebensmut, der sie stärker macht als andere. Worin gründet diese Kraft? Was kann sie bewirken? Und lässt sie sich erlernen?
Kennen Sie den Trick mit der rosaroten Brille? Wer sie trägt, sieht alles in positives Licht getaucht. Seine Zukunft. Sich selbst. Er hält sich für attraktiver, erfolgreicher und gesünder als die anderen. Eine Täuschung? Sicher, auch. Das Verblüffende aber ist: Der Blick durch die Brille färbt die Wirklichkeit nicht nur schön sondern verändert sie tatsächlich.
Die raffinierte Brille stammt aus der Trickkiste der Evolution.
Manchen ist sie in die Wiege gelegt, andere erwerben sie nach und nach. Einige tragen sie ständig, andere selten. Man sieht sie nicht, sondern spürt sie nur. Man nennt sie: Zuversicht.
Seit Menschengedenken wird sie als Triebkraft des Lebens beschworen, von Eltern, Lehrern, und Philosophen, von Priestern, Politikern und Ökonomen. Ohne Zuversicht kein Aufstehen am Morgen, kein Aufbruch ins Ungewisse, kein Aufschwung, kein Glaube an ein freudvolles Jenseits .In einer Welt voller Gefahren und Veränderungen und Katastrophen verschleiert sie oft gnädig unseren Blick auf die Realität, damit wir den Lebensmut nicht verlieren und Raum für Träume gewinnen.
Wie aber funktioniert diese trickreiche Täuschung? Wo liegen die Quellen der Zuversicht, wo ihre Grenzen?
In den vergangenen Jahren ist die Zuversicht Gegenstand zahlreicher Studien geworden, nicht zuletzt, weil sie in das neue Forschungsfeld der Positiven Psychologie passt.
Dem Guten mehr Gewicht geben, genau das ist das Prinzip der Zuversicht.
Denn eigentlich wiegt das Negative in unserem Leben viel schwerer: Katastrophen, Verbrechen und anderes Unglück fesseln unsere Aufmerksamkeit weit mehr als gute Nachrichten, unser Gehirn erkennt Gefahren viel schneller als Chancen, reagiert intensiver auf Unangenehmes als auf Schönes. Schließlich sind Angst und Vorsicht unsere Lebensversicherung. Als ständige Begleiter würden sie jedoch allen Tatendrang lähmen.
Was also tun? Die Antwort: die positiven Kräfte künstlich stärken. Täuschen! Belügen! Beschummeln! Und zwar uns selbst.
Positive Illusionen, ÜBER-Optimismus, optimistische Fehlschlüsse oder unrealistischen Optimismus nennen Psychologen dieses Phänomen. Hundertfach haben sie nachgewiesen, dass wir viele Dinge positiver sehen, als es die Realität erlaubt. Und dass eben dies konkret auf unser Leben einwirkt.
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